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Nachrichten aus der Pflege

Gute Pflege ...

Wer Pflege braucht, sollte Pflegequalität erkennen und einfordern können. Doch was ist gute Pflege? Dazu hat die Pflegewissenschaft in den letzten Jahren Expertenstandards entwickelt. Diese sind verbindliche Orientierungshilfen für Pflegeeinrichtungen. Die Verbraucherzentrale hat sich die aktuellen Expertenstandards angesehen und ein Broschüre entwickelt, die Pflegebedürftigen und Angehörigen helfen soll, gute Pflegeangebote von weniger guten zu unterschieden.

Rettungsschirm für die Pflege

Das deutsche Gesundheitssystem gehört, was die Ausgaben angeht, zur Weltspitze: 3510,- Euro je Einwohner hat es 2010 gekostet, so viel wie nie zuvor. Betrachtet man aber die damit erreichte Versorgungsqualität so sind wir bestenfalls Mittelmaß. Die Pflege muss sich regelmäßig anhören, für ein 'Mehr' sei kein Geld vorhanden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeberufen werden krank durch chronische Überlastung oder resignieren vor der Perspektivlosigkeit ihres Arbeitsalltags. 'Das wollen wir nicht länger akzeptieren!' schreibt der Berufsverband Pflegeberufe.

Fest der Pflegenden in Potsdam

Das Netzwerk 'Älter werden in der Landeshauptstadt Potsdam' und der Berufsverband Pflegeberufe laden alle Pflegenden zum dritten Fest der Pflegenden am 12. Mai 2012 ein. Es sollen sowohl die professionell Pflegenden als auch die pflegenden Angehörigen Anerkennung und Dank für ihre wichtige Arbeit erhalten.

Fakten vom Medizinischen Dienst

'Die Qualität der Pflege in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten hat sich verbessert.' So beschreibt der Medizinische Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) die wichtigste Erkenntnis seines dritten 'Pflege-Qualitätsberichts'. Vor allem bei der Ernährung und Flüssigkeitsversorgung sowie im Umgang mit Menschen mit Demenz seien Fortschritte festzustellen. 'Bei anderen Pflegeproblemen ? etwa, wenn es darum geht, ein Druckgeschwür zu vermeiden ? offenbaren sich jedoch noch Schwächen.'

Pflegequalität vergleichbar machen

Seit 2009 werden Pflegenoten für die Einrichtungen der ambulanten und stationären Altenpflege vergeben. Sie sind schwer umstritten. Ein Team um Professor Wingenfeld hat ein Verfahren entwickelt, dass vor allem die Schwächen der gültigen Regelung ausgleichen soll. Der Caritasverband Münster unternimmt seit 2011 einen Praxistest mit den 'Pflegenoten 2.0'.

MRSA zu Hause

Fast eine halbe Million Menschen infizieren sich jedes Jahr in Deutschland mit multiresistenten Keimen, schätzt die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene. Therapien schlagen kaum an, Patienten sind lange krank, einige sterben an der Infektion. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) informiert nun in einem Ratgeber über multiresistente Keime. Darin wird erklärt, was es bedeutet, Träger von solchen Keimen zu sein und wie Angehörige von Betroffenen sich schützen können.

Arbeitszeit ist Lebenszeit

Seit Jahren wird von allen Seiten beklagt, dass es zu wenige Menschen gibt, die in der Pflege arbeiten wollen. Auch die Demonstration mit 135000 Menschen in Berlin vor drei Jahren hat keine wirklichen Verbesserungen gebracht. Jetzt dreht der DBfK den Spieß um und lädt alle Pflegeprofis ein, von ihren Arbeitgebern konkrete Verbesserungen zu fordern ... es gebe schließlich genug Stellenangebote.

Schlaganfall

Im Falle eines Schlaganfalles kann schnelle Hilfe viel bewirken. Immer mehr Menschen überstehen einen Hirninfarkt mit wenigen oder beinahe keinen bleibenden Schädigungen. Die Zeitschrift 'Angehörige pflegen' hat eine Ausgabe mit dem Schwerpunkt Schlaganfall herausgebracht. Darin geht es nicht nur um Notfall Regeln. Es kommt auch ein Ehemann ausführlich zu Wort, der seine Frau liebevoll pflegt, die weniger Glück hatte.

Schlechte Aussichten für Bahrs Pflegereförmchen

Nach langer Untätigkeit bei klarer Sachlage hatte der Bundesgesundheitsminister im Herbst 2010 angekündigt, dass die not-wendige Pflegereform 2011 beschlossen würde. Der Berg kreiste und gebar hübsche Bilder für die Medien, viele Sonntagsreden und noch nicht mal ein Mäuschen, denn Ende 2011 war nichts beschlossen. Vor einigen Wochen präsentierte der gegenwärtige Ressortinhaber Eckpunkte für ein Pflegereförmchen, dessen wesentliche Neuerung darin bestand, dass es Steuermittel zur Förderung einer privaten Pflegezusatzversicherung geben solle. Der Finanzminister hat dem Pflegereförmchen jetzt das passende Finanzrähmchen verpasst.

Pflegewissenschaft

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Fragen der Pflege ist in Deutschland erst wenige Jahrzehnte alt und Jahr für Jahr kommen neue Lehrstühle, Forschungseinrichtungen oder Stiftungen hinzu. Bisher konnte sich keine Plattform herausbilden, die verlässlich dokumnentiert, woran an den vielen verschiedenen Orten gearbeitet wird. Diese Lücke möchte jetzt eine Onlinedatenbank zur Pflegeforschung schließen.

Technik. Wo stehen wir?

Die Zeitschrift ProAlter bringt einen 20-seitigen Themenschwerpunkt über technische Assistenzsysteme für pflegebedürftige alte Menschen. Es geht um Rauchmelder, automatisierte Beleuchtung, Bewegungsmelder oder Notrufsysteme. Auch umfassende Systeme bis hin zu SMART HOMES werden beschrieben um zu zeigen, wohin die Reise gehen könnte.

Abrechnungsbetrug in der ambulanten Pflege?

Gesundheitsminister Bahr und der berliner Sozialpolitiker Michael Büge klagen öffentlich die ambulanten Pflegedienste in Deutschland an: ein Drittel der Abrechnungen seien manipuliert, um die Profite der Pflegedienste zu maximieren. Pflegebedürftige würden vernachlässigt.

Mein Ziel: Gesund in den Ruhestand

Seit Jahren wird von allen Seiten beklagt, dass es zu wenige Menschen gibt, die in der Pflege arbeiten wollen. Auch die Demonstration mit 135000 Menschen in Berlin vor drei Jahren hat keine wirklichen Verbesserungen gebracht. Jetzt dreht der DBfK den Spieß um und lädt alle Pflegeprofis ein, von ihren Arbeitgebern konkrete Verbesserungen zu fordern ... es gebe schließlich genug Stellenangebote.

Krankenhaus - was dann?

Die Wirtschaftlichkeit von Krankenhäusern hängt vor allem davon ab, wie schnell die Patienten wieder entlassen werden. Ältere Menschen und ihre Pflegepersonen können dabei leicht die Orientierung verlieren. Die Landesstelle pflegende Angehörige NRW bietet jetzt eine 4-seitige Checkliste an, die helfen soll den Überblick zu behalten, wenn das Krankenhausmanagement auf's Tempo drängt.

Entlastung für die Seele ? Ein Ratgeber für pflegende Angehörige

2,25 Millionen Menschen sind in Deutschland pflegebedürftig, davon werden zwei Drittel zu Hause betreut. 'Das Bedürfnis, den Angehörigen zu versorgen und das eigene Leben gleichzeitig zu bewältigen, stellt Anforderungen an den Einzelnen, denen nicht jeder gewachsen ist', sagt der Psychologe Dieter Best. Wie kann mit der ungewohnten und oft körperlich und seelisch kräftezehrenden Situation umgegangen werden, ohne sich selbst zu verlieren? Dazu gibt es eine neue Broschüre.

Gute Pflege ist ein Menschenrecht

Nachdem die Bundesregierung mit Ihrem 'Jahr der Pflege' nur wenig bewegt hat, wurde jetzt ein Aktionsbündnis gegründet, um für eine umfassende Pflegereform zu streiten. Das Motto ist: Gute Pflege ist ein Menschenrecht.

Das Recht die Pflegedokumentation zu lesen ...

Wer Pflegeprofis beauftragt kommt früher oder später darauf: es wäre eine gute Idee, mal genau zu wissen, was die in der Pflegedokumentation geschrieben haben. In der ambulanten Pflege ist es üblich, die Mappe der Sozialstation in der Wohnung liegen zu lassen. Da ist es einfach etwas nach zu lesen. Im Altenheim sind die Dokumentationen im Dienstzimmer und somit schwerer zu erreichen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat einige Hinweise zu den Rechten der Pflegebedürftigen veröffentlicht.

Tausche wichtigen gegen guten Arbeitsplatz

Seit Jahren wird von allen Seiten beklagt, dass es zu wenige Menschen gibt, die in der Pflege arbeiten wollen. Auch die Demonstration mit 135000 Menschen in Berlin vor drei Jahren hat keine wirklichen Verbesserungen gebracht. Jetzt dreht der DBfK den Spieß um und lädt alle Pflegeprofis ein, von ihren Arbeitgebern konkrete Verbesserungen zu fordern ... es gebe schließlich genug Stellenangebote.

Wandkalender: Blickfänge

'Blickfänge 2012 - vom Augenmaß überwältigt' ist der Titel eines Wandkalenders der Lebenshilfe Bamberg. Ausdrucksvolle Portraits und kunstvolle Bilder von Sonja Eichfelder, die gute Laune verbreiten, begleiten durch das Jahr.

Pflege irgendwie reformieren

Die Koalition möchte in die Schlagzeilen kommen. Deshalb wird beschlossen, dass es im Jahr der nächsten Bundestagswahl etwas mehr Geld für Demenzkranke und pflegende Angehörige geben soll. Phillip Rösler hatte mit seinem "Jahr der Pflege" hohe Erwartungen geweckt. Die kann der Nachfolger Daniel Bahr nicht erfüllen.

Gibt es ein gutes Leben mit Alzheimer? Aber ja!

Christian Zimmermann weiß, wovon er spricht: Er selbst lebt seit einigen Jahren mit der Diagnose. Mit Peter Wißmann schreibt er ? als erster Demenzbetroffener überhaupt ? seine Erfahrungen auf. In persönlichen Schilderungen, mit konkreten Tipps und vielen Anregungen zum Weiterdenken wenden die Autoren sich an Menschen, die mit Alzheimer oder einer anderen Form der Demenz leben müssen. Aber sie schreiben auch für all jene, die in Kontakt zu Betroffenen stehen oder ganz einfach Angst vor Alzheimer haben. Eine Rezension.

Männer in der Pflege ...

Pflegebedürftige zu unterstützen ist Frauensache in Deutschland? Jain. Ja, weil in den Pflegeberufen und auch in den Familien meistens Frauen pflegen, vor allem wenn es um Körperpflege, Kleiden und Ernährung geht. Nein, weil in den Klassen der Pflegeschulen inzwischen ganz selbstverständlich Männer sitzen - oft mehr als 10 Prozent. Nein, weil Pflegebedürftige um selbstbestimmt leben zu können nicht nur Unterstützung beim Waschen brauchen. Besorgungen, Renovierungsarbeiten, Kontakte mit Gesundheitsprofis oder Ämtern, Bankgeschäfte, Handwerker ... Auch diese Hilfen gehören zur Pflege und werden oft von Männern übernommen. Eine Fachtagung beschäftigt sich mit pflegenden Männern: Was motiviert sie? Was brauchen diese Männer an Unterstützung und Förderung? Wie kann es gelingen, mehr Männer für die Pflege zu gewinnen?

Und sie kommt doch, die eGK

Seit Jahren basteln Gesundheitspolitik, IT-Branche und gesetzliche Krankenversicherungen an der elektronischen Gesundheitskarte. Nach vielen Testläufen, Rückschlägen und nachdem bereits viele Millionen Euro ausgegeben wurden, ist es beschlossen. Die neue Gesundheitskarte muss von den Versicherungen an die Mitglieder ausgegeben werden. Bis Ende 2011 sollte ein Zehntel aller Versicherten mit der neuen Karte ausgestattet sein. Zweifel am Sinn dieses Milliardenprojekts gibt es viele.

Außer Spesen nix gewesen

Philipp Rösler hatte 2011 zum Jahr der Pflege ausgerufen. Es ist Zeit zurück zu blicken. Was haben die beiden Gesundheitsminister erreicht? Wir vergleichen Röslers Absichten von 2010 mit Bahrs Ideen von 2012.

Weihnachtswünsche

Weihnachten. Wünsch Dir was. Kinder werden dazu eingeladen vor Weihnachten einen Wunschzettel zu schreiben. Was wünschen sich Menschen, die ihre Angehörigen pflegen? Die Selbsthilfeorganisation Carers Newzealand hat nachgefragt. Hier sind einige Antworten ... nicht nur für die Weihnachtszeit.

Angekündigte Kostenexplosion abgesagt

Bereits im Juli 2011 veröffentlichte das Statistische Bundesamt eine Auswertung von Krankenhausstatistiken und stellte fest, dass der demografische Wandel nicht zu einer Kostenexplosion im Gesundheitssystem führt. Jetzt hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) den 'Versorgungs-Report 2012' vorgelegt. Darin kommen die gesetzlichen Kassen zur Schlussfolgerung: 'die steigende Lebenserwartung wird die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weit weniger belasten als vielfach angenommen ? eine Kostenexplosion bleibt aus.'

Das Pflegemuseum

Wenn etwas museumsreif wird, dann gilt es als bedeutend - so gesehen, hat es ziemlich lange gedauert, bis die Pflege es zu einem eigenen Museum gebracht hat. Jetzt gibt es das. In Düsseldorf Kaiserswerth, der Wirkungsstätte der Eheleute Fliedner. An dem Ort, wo die systematische Ausbildung für Pflegekräfte ihre Wurzeln hat. An dem Ort, den Florence Nghtingale unbedingt aufsuchen wollte, um Krankenpflege zu erlernen.

Ruinieren AOK & Co die ambulante Pflege?

In der häuslichen Pflege können die Preise von den Pflegediensten nicht frei festgesetzt werden. In Verhandlungen mit den gesetzlichen Krankenkassen, werden die Vergütungssätze festgelegt. Dabei haben große Kassen wie die AOK eine sehr starke Verhandlungsposition, da kein lokaler Pflegedienst ohne AOK PatientInnen wirtschaftlich überleben könnte. In Mecklenburg-Vorpommern werden die Verhandlungen seit Jahren von der AOK verschleppt. Die Pflegedienste fürchten um ihre Existenz.

Das Jahr der Pflege

Bundesgesundheitsminister Rösler hatte 2011 zum "politischen Pflegejahr" erklärt. Trotz mannigfaltiger Ankündigungen war Nachfolger Daniel Bahr nicht in der Lage im Sommer die versprochenen Eckpunkte für eine Pflegereform zu erarbeiten. Im November gibt es doch noch Eckpunkte für die Öffentlichkeit. Greifbare Ergebnisse sind allerdings nicht erkennbar.

Blutzuckerwerte bei Typ-2 Diabetes

Menschen mit Typ-2 Diabetes können Folgeerkrankungen vorbeugen, wenn sie erhöhte Blutzuckerwerte dauerhaft absenken. Wie weit denn? Das ist eine naheliegende Frage. Wie so oft in der Medizin ist eine Antwort nicht einfach. Eine ernst zu nehmende Studie hat sich jetzt des Themas angenommen.

Who cares?

"Wer pflegt uns, wenn uns das abhanden kommt, was uns als das höchste Gut erscheint - die Gesundheit? Wer pflegt uns heute, aber auch: wer pflegt uns morgen?" Isabel Atzel stellt diese Frage dem Buch "Who cares?" voran, dass die Geschichte des Alltags in der deutschen Krankenpflege beleuchtet. Der Sammelband wurde für die gleichnamige Ausstellung gemacht, die noch bis Januar in Berlin zu sehen ist.

Machen Sie mit beim Projekt Silberwissen!

"Willst Du etwas wissen, so frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten", lautet ein altes Sprichwort aus China. Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Wikipedia, die größte Wissenssammlung der Welt. Alle können mitmachen, die etwas wissen. Ältere Menschen müssten eigentlich überproportional bei Wikipedia vertreten sein - doch leider ist genau das Gegenteil der Fall. Mit ihrem Projekt "Silberwissen" will die Wikimedia ältere Menschen zur Mitarbeit motivieren.

Eckpünktchen verkündet, Reform vertagt

Der Bundesminister für Gesundheit hat die Beschlüsse der Koalitionsrunde für Veränderungen bei der Pflegeversicherung verkündet. Der Beitrag solle um 0,1 Prozent erhöht werden, damit Demenzkranke irgendwie immer etwas bekommen, unabhängig von der Pflegestufe. Es soll der Pflege-Bahr eingeführt werden. Unverdrossen verweigert der Minister eine umfassende Pflegereform.

Das Jahr der Pflege

Bundesgesundheitsminister Rösler hatte 2011 zum "politischen Pflegejahr" erklärt. Nachfolger Daniel Bahr muss verkünden, dass er nicht liefern kann. Im September wird klar, dass es unklar bleibt, ob die Koalition eine Pflegereform stemmen kann. Opposition und Verbände laufen Sturm. Die Familienpflegezeit wurde beschlossen - ob das Modell von Schröder Erfolg haben wird? Daneben werden fern der Hauptstadt weiter dicke Bretter gebohrt, um die Situation von Pflegebedürftigen und Angehörigen zu erleichtern.

Pflegekoffer für pflegefreundliche Unternehmen

Viele Menschen die auf pflegerische Hilfen brauchen, sind auf Familienmitglieder angewiesen. Kinder, Ehepartner oder Eltern stehen - manchmal sehr plötzlich - vor der Herausforderung Berufstätigkeit und die Pflege ihrer Liebsten miteinander vereinbaren zu müssen. In Coesfeld werden lokale Firmen dabei unterstützt, MitarbeiterInnen in solchen Situationen unter die Arme zu greifen.

Familienpflegezeit gilt ab 2012

Bundesministerin Kristina Schröder hat ihr Konzept der Familienpflegezeit im Bundestag durchgesetzt. 1 Jahr Teilzeit, 1 Jahr Vollzeit und 2 Jahre dreiviertel des Gehalts - und die Arbeitgeber machen's freiwillig. Das funktioniere bei der Altersteilzeit auch gut.

Zahlen, Daten, Fakten

Ärzteschwemme, Pflegepersonalmangel, Ärztemangel, Versorgungslücken, Krankenhaussterben ... Sensationsmeldungen der Medien sind oft verwirrend und manchmal falsch. Das Statistische Bundesamt hat im statistischen Jahrbuch auch viele Details zum Gesundheitswesen veröffentlicht.

EU-Jahr für aktives Altern 2012

Im Jahr 2012 sollen die Veränderungen debattiert werden, die der demographische Wandel mit sich bringt. Die EU will dabei die Chancen dieser Entwicklungen betonen indem aktives Altern und die Solidarität ins Motto geschrieben wurden. Jetzt bittet das Bundesministerium für Senioren um aktive Unterstützung bei diesem Projekt. Fördermittel werden in Aussicht gestellt und können bis zum 4.11. beantragt werden.

Teststreifen zur Blutzuckermessung

Ab dem 1. Oktober 2011 wird noch mehr gespart. Die gesetzlichen Krankenkassen können dann nur noch in Ausnahmefällen die Kosten für Blutzuckerteststreifen übernehmen. Entwarnung für alle Menschen die Insulin spritzen müssen: für sie ändert sich nichts.

Beratung in türkischer und russischer Sprache

"Unabhängige Beratung ist vernünftig. Und umgekehrt." Unter diesem Motto unterstützt die Unabhängige Patientenberatung Deutschland seit einigen Jahren PatientInnen. Nun bietet die gemeinnützige Organisation ihre Dienste auch für Menschen an, die sich lieber auf russisch oder türkisch über Gesundheitsfragen verständigen.

Pflegereform abgesagt

Im Koalitionsvertrag wurden Eckpunkte für eine Pflegereform festgeschrieben. Dann passierte lange nichts. Seit November 2010 galt: "Das Jahr der Pflege" ist 2011. Die von den Vorgängerregierungen immer wieder verschobene Pflegereform werde von schwarz-gelb geliefert, verkündete Minister Rösler. In einem kurzen Gespräch mit einer Zeitungsredaktion hat Minister Bahr den zur Zeit wichtigsten Termin zur Pflegereform abgesagt.

Pflegestützpunkte

Als Ulla Schmidt noch Gesundheitsministerin war, hatte sie ein Lieblingsprojekt: Pflegestützpunkte sollen individuell, kompetent und unabhängig beraten ... zu allen Fragen die pflegende Angehörige oder Pflegebedürftige stellen können. Bei Antragstellung oder Hilfsmittelbeschaffung sollen sie auch ganz praktische Hilfen leisten. Seit 2008 werden immer mehr dieser Beratungsstellen eingerichtet. Die BKK hilft bei der Suche nach dem Pflegestützpunkt in Ihrer Nähe.

Aktiv Altern

"Wir wissen, es geht nicht einfach darum länger zu leben. Es geht darum gesund und zufrieden länger zu leben." Das schreibt die Wohlfahrts- und Selbsthilfeorganistaion ageUK in der Einleitung zu ihren "10 Tipps für besseres Altern".

Das Jahr der Pflege

Bundesgesundheitsminister Rösler hatte 2011 zum "politischen Pflegejahr" erklärt. Nachfolger Daniel Bahr mahnt zur Ruhe: Es sei ja noch genügend Geld vorhanden. Er werde im Sommer 2011 Eckpunkte für die Pflegereform vorlegen - und der Sommer sei erst am 23. September zu Ende.

Die Seele stärken: Hilfe im Alter

Mit steigender Lebenserwartung wächst aber auch das Risiko von Gebrechen und Erkrankungen, die Körper und Seele befallen können. Gerade bei älteren Menschen wird allzu oft übersehen, dass nicht nur der Körper krank werden kann. Depressionen oder Demenzen gehören inzwischen zu den häufigsten Alterserkrankungen weltweit. Eine Broschüre klärt über Hintergründe und Hilfsmöglichkeiten auf.

Aufregend

Aufregung steigert den Blutdruck. Wenn der Halbgott in Weiß sich einem Patienten zuwendet ist das aufregend - manchmal so aufregend, dass die ärztliche Blutdruckmessung verfälscht wird. Die gemessenen Werte sind aber die Grundlage für therapeutische Entscheidungen. Eine britische Studie ist diesem Gedanken auf den Grund gegangen.

Pflege braucht Pflege!

Zum Aktionstag am 13. Oktober in Dresden wird von einem breiten Bündnis aufgerufen. Unterstützung kommt aus den Reihen von DBfK, Rotem Kreuz, VdK, DGB, ver.di und AWO. Es sind Verbände von Pflegenden genauso vertreten, wie die Heimträger.

Hilft Memantin gegen Alzheimer?

Medikamente mit dem Wirkstoff Memantin sollen Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung unter anderem helfen, sich zu erinnern und ihren Alltag besser zu bewältigen. Studien zeigen, dass Memantin den Abbau geistiger Fähigkeiten etwas verzögern kann. Möglicherweise bleiben auch alltagspraktische Fähigkeiten länger erhalten.

Das Jahr der Pflege

Bundesgesundheitsminister Rösler hatte 2011 zum "politischen Pflegejahr" erklärt. Nachfolger Daniel Bahr mahnt zur Ruhe: Es sei ja noch genügend Geld vorhanden. Die Bundestagsfraktion der SPD will Druck machen und veröffentlicht "Orientierungspunkte" zur Reform der Pflege in Deutschland. Streit bricht sofort aus, wenn's um die Finanzierung geht. Brigitte Heinisch hatte seit 2004 gegen Missstände in einem Vivantes-Altenheim gekämpft. Im Juli wurde die Kündigung gegen sie für Unrecht erklärt.

Vivantes gegen Heinisch

Die Vivantes GmbH beschreibt sich als größter kommunaler Krankenhauskonzern Deutschlands. Seit 2004 läuft eine Auseinandersetzung der Firma gegen die Altenpflegerin Brigitte Heinisch. Sie hatte in einem Vivantes Altenheim gearbeitet und dort erlebt, wie weit die Versprechungen des Unternehmens zur Pflegequalität von der Realität abwichen. Der MDK bestätigte: es gab zu wenig Personal. Doch die Kritikerin Heinisch wurde von Vivantes gefeuert. Diese Kündigung ist mit den Menschenrechten nicht vereinbar, entschied der Europäische Gerichtshof.

Wie gesund ist walking

Viele Menschen erleben den demographischen Wandel als Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden im Rentenalter. Der Volksmund und viele Ratgeber sind sich einig: Bewegung an frischer Luft hilft, die Fintness zu erhalten. Damit geben sich die Wissenschaftler der Sporthochschule Köln nicht zufrieden und wollen es genau wissen. Für eine Studie "Walking im Alter" suchen sie Männer zwischen 70 und 80.

Vier Monate später

Verschwunden sind die Hubschauber und die vielen Tausend Menschen der Katastrophenhilfe. Verschwunden sind auch die Übertragungswagen und die Medienmeute. Heute ist Lärm in den Trümmerstädten an der japanischen Ostküste zu hören, wenn Bagger Schuttberge bewegen. Doch auch die Kritik an der japanischen Atompolitik wird immer lauter.

Auslese vor der Geburt

Paaren, deren Kinderwunsch unerfüllt bleibt, kann manchmal geholfen werden, wenn Eizellen im Reagenzglas befruchtet werden. Die befruchteten Eizellen werden dann in den Körper der Frau wieder eingesetzt. Durch die Prä Implantations Diagnostik (PID) ist es medizintechnisch möglich, die Embryonen vor dem Einsetzen auf genetische Unregelmäßigkeiten zu untersuchen. Heute hat der Bundestag mit überraschend klarer Mehrheit einer PID-Ausnahmeregelung zugestimmt. Aus diesem Anlass zitieren wir hier was Johannes Rau am 18. Mai 2001 zur Auslese vor der Geburt gesagt hat.

Das Jahr der Pflege

Bundesgesundheitsminister Rösler hatte 2011 zum "politischen Pflegejahr" erklärt. Nachfolger Daniel Bahr mahnt zur Ruhe: Es sei ja noch genügend Geld vorhanden. Dagegen ist die Geduld beim Paritätischen ist ziemlich aufgebraucht: in zwölf "Empfehlungen" werden deutliche Verbesserungen für die Pflegebedürftigen gefordert. Immerhin konnte das Ministerium mit mehreren Monaten Verzögerung die pflegewissenschaftliche Studie für die "Pflegenoten 2.0" veröffentlichen. Die Caritas in Münster will auch gleich ein eigenes Prüfsystem schaffen, um die bisherigen Pflegenoten so schnell wie möglich los zu werden.

Smoothfood

"Viel Trinken!" bekommen im Sommer viele Menschen von Pflegekräften immer wieder zu hören. "Viel Essen!" ist die Devise, wenn jemand bedenklich an Körpergewicht verliert. Parkinson kann zu Schluckbeschwerden führen. Eine Krebserkrankung kann den Kalorienverbrach des Körper sehr steigern. Demenzkranke können manchmal kaum lange genug stillsitzen, um einen dritten Löffel zu essen. Smoothfood kann helfen mehr Kalorien zuzuführen ... auf angenehme Weise.

Expertenstandard Dekubitus

Die Umsetzung der Expertenstandards ist Pflicht in der Pflege. Die überarbeiteten Anweisungen zur Dekubitusprophylaxe legen viel Verantwortung auf die Schultern der Pflegekräfte. Wir veröffentlichen einige Ideen dazu, wie im pflegerischen Alltag Druckgeschwüren vorgebeugt werden kann.

Neustart für Pflegenoten

Die Pflegenoten sind schwer umstritten. Ein Team um Professor Wingenfeld hat ein Verfahren entwickelt, dass vor allem die Schwächen der gültigen Regelung ausgleichen soll. Der Caritasverband Münster macht sich an die Arbeit und organisiert einen Praxistest mit dem neuen System.

Katastrophenhilfe

Am 11.März bebte die Erde vor der Ostküste Japans. Jetzt, drei Monate später, haben andere Ereignisse die Katastrophe in Japan aus den Schlagzeilen verdrängt. Auch drei Monate später leben noch Menschen in Notunterkünften und die Bezirksregierung von Fukushima bitte weiter um Freiwillige, die helfen Trümmer zu beseitigen. Ein pensionierter Ingenieur ruft Altersgenossen auf sich zu melden. In Genf hat die Chefin der WHO, angesichts der Ereignisse um die Kernschmelzen in den Atomkraftwerken erstmals eingeräumt: "Es gibt keine ungefährlichen Niedrigwerte radioaktiver Strahlung".

Das Jahr der Pflege

Bundesgesundheitsminister Rösler hatte 2011 zu seinem "politischen Pflegejahr" erklärt. Bei seinem Nachfolger bleibt davon der Allgemeinplatz: mit begrenzten Ressourcen solle das Bestmögliche für Pflegende und Pflegebedürftige erreicht werden. Aus der Regierungskoalition verlautet, die Entscheidungen zur Pflegereform würden vielleicht erst im Frühjahr 2012 kommen. Die Interessenvertretungen der Pflegenden, Selbsthilfegruppen und Wohlfahrtsverbände protestieren in seltener Einstimmigkeit.

Europa altert aktiv

Wir erfreuen uns heute im Alter meist einer weitaus besseren Gesundheit als alle Generationen vor uns. Und die älteren Menschen von heute verfügen über wertvolle Fähigkeiten und Erfahrungen, auf die sich die Jüngeren stützen und von denen sie profitieren können. Im Alter aktiv zu bleiben, ist der Schlüssel zum positiven Umgang mit der Herausforderung des Alterns. So begründet die EU ihr Motto für 2012: Europäisches Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen.

Katastrophenhilfe

Am 11.März bebte die Erde vor der Ostküste Japans. Jetzt, zwei Monate später, haben andere Ereignisse die Katastrophe in Japan aus den Schlagzeilen verdrängt. Wir nehmen den 11. Mai zum Anlass über das Tagebuch einer japanischen Krankenschwester zu berichten, die vier Tage nach dem Beben als Katastrophenhelferin eingesetzt wurde.

Altersdiskrimimierung

Altersdiskriminierung könne jeden treffen, sagt Christine Lüders am 28.4. in Berlin. Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes weist darauf hin, dass es zahlreiche Belege dafür gibt, dass Diskriminierung aufgrund des Lebensalters regelmäßig stattfindet und zum Alltag in Deutschland gehört.

Junge Pflege!

Der fünfte "Junge Pflege Kongress" stieg am 4. Mai in Duisburg. NRW-Ministerin Steffens lies es sich nicht nehmen ein Grußwort zu sprechen und die Auszubildenden zu ermutigen. Der Junge-Pflege-Preis ging 2011 an ein Projekt zur Pflege von alternden Gefängnisinsassen. Auch Christel Bienstein war wieder dabei.

Das Jahr der Pflege

Bundesgesundheitsminister Rösler hat 2011 zu seinem "politischen Pflegejahr" erklärt. Dazu hat er die Reihe "Pflegedialog" erfunden. Im April war das Thema: Demenz. Dominiert wurde die Diskussion im April allerdings von Röslers Aufstieg an die FDP Parteispitze, was ihm wenig Energie für eine Pflegereform lassen dürfte. Die CDU Fraktion hat sich mit Eckpunkten profiliert, die stellenweise noch hinter dem Koalitionsvertrag zurück bleiben.

Heldenhaft

Speziell für Altenpflegefachkräfte gibt es monatlich die Zeitschrift "Altenpflege". In jeder Ausgabe wird ein "Held der Altenpflege" gekürt - und jährlich stimmt dann die Leserschaft im Internet ab. Dieses Jahr werden Hund und Frauchen für regelmäßige Altenheimbesuche, eine Ergotherapeutin für kreative Arbeit und ein Pionier der Arbeit mit Demenzkranken gekürt.

Pflege Not Telefon

Besonders Menschen, die zu Hause sind und pflegerische Hilfen brauchen, haben selten Kontakte außer zu den Pflegepersonen. Pflegende Angehörige sind oft rund um die Uhr in Bereitschaft und müssen sich die wenigen Stunden außerhalb der Pflegewohnung gut einteilen. Da bleibt für die Pflege von sozialen Kontakten wenig Freiraum. Einsamkeit und Isolation ist die Folge ... was das Gefühl von Überforderungen stützt. Telefon und Internet können Erleichterung bringen.

Pflegenoten stoppen

Die Pflegenoten wurden von Beginn an von vielen Seiten kritisiert. Am 31. März 2011 geht Professor Thomas Klie einen radikalen Schritt. Er fordert öffentlich die Vergabe von Pflegenoten einzustellen. Diese Forderung wird aus dem Verbraucherschutz, sowie mit pflegerischen und juristischen Argumenten begründet. Auf einer Internetseite werden Unterschriften für das Moratorium gesammelt.

Japan

Eine Katastrophe, zwei Katastrophen, drei Katastrophen ... Vor einem Monat bebte die Erde vor der Ostküste Japans. Dann kam der Tsunami. Dann schmolzen Reaktorkerne. Der japanische Berufsverband für Pflegeberufe plant etwa 1000 Pflegekräfte in die am meisten betroffenen Gebiete zu entsenden. Mitglieder des IPPNW erklären: Wir werden Euch nicht retten können!

Heiße Rollis

Im September wird in Düsseldorf wieder zur REHACARE eingeladen. Es geht nicht nur darum, die Neuheiten der Hilfsmittelindustrie zu zeigen. Eines der Highlights in diesem Jahr könnte der Wettbewerb "Pimp my Rolli" werden. Die Veranstalter suchen im dritten Jahr den Rollstuhl mit dem witzigsten, kreativsten oder coolsten Design.

Das Jahr der Pflege

Bundesgesundheitsminister Rösler hat 2011 zu seinem "politischen Pflegejahr" erklärt. Dazu hat er die Reihe "Pflegedialog" erfunden. Im März war das Thema: Entbürokratisierung. Willi Zylajew (MdB, CDU) freut sich: seit Blüm sei Rösler der erste Minister, der die Pflege zu seinem persönlichen Anliegen gemacht habe.

Selbstbestimmt leben

Hauptsache Gesund! Und wenn nicht? Was ist Ihnen das Wichtigste, wenn Sie dauerhaft auf pflegerische Hilfen angewiesen wären? Die eigene Wohnung mit den Erinnerungen an früher? Die Möglichkeit täglich an die frische Luft zu können? Jemanden zum reden haben, nicht nur am Telefon? Den Kindern nicht zur Last fallen?

Japan

"Ein 38-jähriger stand vor den Resten seines Hauses und rief nach seinem Vater. Das Haus liegt in Trümmern, das Auto auf dem Dach. Alles, Fahrrad, Ventilator und Videobänder liegt im Schlamm. Von den acht Familienmitgliedern ist nur der 74-jährige Vater vermisst, der allein zu Haus war. 'Ich habe ihn direkt nach dem Beben angerufen und er sagte: 'Im Haus liegt alles durcheinander, aber ich bin in Ordnung.'' berichtet der Mann, während er den Schutt durchsucht. 'Ich habe nach Dingen gesucht, die mich an ihn erinnern. Aber da ist nichts.'"

Aggression im Altenheim

Demenzerkrankungen können Menschen in sehr unterschiedlicher Art einschränken und Betroffene können darauf in sehr unterschiedlicher Weise reagieren. Schreien, stoßen, beleidigen, kratzen aber auch ständiges herumgehen werden als aggressive Verhaltensweisen gesehen. Norbert Seidl hat erforscht, unter welchen Bedingungen solche Verhaltensweisen vermehrt auftreten und wie damit umgegangen werden kann. Herausgekommen ist seine Doktorarbeit, die auch als 225-seitiges Buch erschienen ist.

Pflege ist Gesundheitsrisiko

Die Mehrfachbelastung pflegender Angehöriger durch Pflege, Beruf und Familie geht auf Kosten der Gesundheit. Eine Studie der Siemens BKK zeigt: Pflegende Angehörige sind häufiger krank, sind öfter beim Arzt und brauchen mehr Medikamente - Burnout und Depression spielen dabei eine große Rolle.

Das Jahr der Pflegereform

Der Bundesgesundheitsminister hat 2011 zu seinem "politischen Pflegejahr" erklärt und seine Agenda verkündet. Jetzt ist ein sechstel des Reformjahres vorbei. Ein weiterer Pflegegipfel ist gelaufen. Es wurden Forderungen zur Unterstützung pflegender Angehöriger formuliert. Der VdK hat eine Kampagne gestartet: Pflege geht jeden an!

Begleitung zum Arzt inklusive

Die Heimaufsicht im Ostalbkreis hat ein Seniorenheim dazu verpflichtet die Begleitung zu Arztbesuchen zu gewährleisten. Wenn BewohnerInnen zum Arzt begleitet werden müssen und niemand anderes die Aufgabe übernehmen kann, muss das Heimpersonal mit. Ohne Aufpreis. Aber dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Stetig mehr

Das Statistische Bundesamt kann den demographischen Wandel in der Pflege mit Zahlen belegen. Seit 1999 ist die Anzahl der Menschen, die mindestens in Pflegestufe I eingestuft sind, Jahr für Jahr um etwa 1,5 Prozent gestiegen. Aber die Pflegestatistik informiert auch über die Pflegenden und viele andere Details.

Die Würde des Menschen ...

Am 15. Februar veröffentlichte die englische Ombudsfrau für das Gesundheitswesen einen Bericht über die Versorgung älterer Menschen. Sie zeigt zehn Beispiele für Vernachlässigung und Ignoranz und erklärt: "Die Ergebnisse meiner Untersuchungen decken eine Grundeinstellung auf, die auf es persönlicher wie auf institutioneller Ebene gibt. Menschlichkeit und Individualität werden ignoriert."

Neu: Pflegebeauftragter in Bayern

Die Sozialministerin in Bayern hat Werner Zwick zum Pflegebeauftragten des Landes ernannt. Unbürokratisch soll er Pflegebedürftige und ihre Angehörigen unterstützen, wenn es Missstände gibt. Über eine Internetseite und eine Telefonnummer ist der Pflegebeauftragte rund um die Uhr zu erreichen. Die Ministerin bittet: "Nutzen Sie das Angebot!"

Eckpunkte für die Pflegereformen 2011

Der Bundesgesundheitsminister hat 2011 zu seinem "politischen Pflegejahr" erklärt und seine Agenda verkündet. Die Gelegenheit haben viele genutzt, um ihrerseits Pflöcke einzuschlagen. Hier versuchen wir den Stand der Debatte zur Eröffnung des Reformjahres zusammen zu fassen.

Angehörige und Demenzkranke gemeinsam in den Urlaub

Menschen, die Demenzkranke pflegen, sind oft 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche in Bereitschaft. Pausen müssen häufig genutzt werden um Organisatorisches erledigen zu können oder auch um selbst mal zu Arzt zu kommen. Das macht es auch sehr schwer, sich mit anderen pflegenden Angehörigen auszutauschen. Urlaub ist kaum denkbar. Ein ungewöhnliches Angebot kommt aus Bayern: eine Gruppenreise für Demenzkranke zusammen mit ihren Angehörigen.

Gefährlich leise

Aus guten Gründen arbeitet die Industrie seit Jahren daran Autos immer weniger laut zu machen. Das Geräusch eines fahrenden Autos kann lebenswichtig sein - wenn jemand über die Straße möchte, aber nicht sehen kann. Doch die modernen Hybrid Fahrzeuge sind kaum noch zu hören. Neue kleine Elektrofahrzeuge bergen ähnliche Risiken. Die Bundesregierung finanziert jetzt ein Forschungsprojekt des Blinden und Sehbehindertenverbands zu Gefahren der e-Mobilität.

Mit Alzheimer Leben und pflegen

Uta Claus und Bodo Witzke haben den Film "Reise ins Vergessen ? Leben mit Alzheimer" gedreht, der Anfang Februar im ZDF ausgestrahlt wird. Sie erzählen Geschichten von Demenzkranken und ihren Angehörigen. Im Alltag wird viel über die Demenz im Allgemeinen und Alzheimer im besonderen gewitzelt. In den letzten zwei Jahren wurden auch mehrere abendfüllende Spielfilme zum Thema veröffentlicht. Das deutet darauf hin, dass die Angst vor dem Verlust von Erinnerung und Identität weit verbreitet ist. Eine ganz wichtige Rolle bei der Bewältigung der Krankheitsfolgen spielen pflegende Angehörige. Ihre Leistungen werden nicht angemessen gewürdigt: "Ohne ihren Einsatz würde das Pflegesystem in Deutschland zusammenbrechen."

Computer auf dem Häkeldeckchen

Viele SeniorInnen bewegen sich ganz selbstverständlich durch's Internet. Viele sitzen aber auch hilflos da, wenn sie Bilder von der Kindergartenfeier der Enkel schnell ansehen oder mit der Nichte im Auslandssemester mal eben Plätzchenrezepte austauschen möchten. Moderne Computer können das alles und noch viel mehr - und es kann auch sehr viel falsch gemacht werden. Dabei sind eMail, Internet und Fotoalbum doch oft die wichtigsten Anwendungen für Computer Neulinge. Es gibt jetzt eine viel gelobte Plattform, die verspricht es Ungeübten sehr einfach zu machen.

Gesund bleiben im Winter

Stadt und Land sind verschneit. Das sieht schön aus und viele Menschen hatten sich jahrelang weiße Weihnachten gewünscht. Mit einer Tasse heißer Schokolade aus einer gut geheizten Wohnung lässt sich gut leben. Die Winterkälte kann aber auch ein Gesundheitsrisiko sein. Jetzt treten Herzattacken, Schlaganfälle, Lungenentzündungen und Depressionen gehäuft auf. Beugen Sie vor.

Quo vadis Pflegereform

Wird in der Politik über Reformen debattiert geht es fast immer um Geld und häufig darum Ausgaben zu kürzen. Das ist in der Pflege nicht anders. Jetzt hat sich ein Spitzenmanager der gesetzlichen Kassen zu Wort gemeldet und gefordert, dass es in 2011 neue Bedarfsgrade in der Pflegeversicherung geben soll - und dafür solle deutlich mehr ausgegeben werden.

Start ins Jahr der Pflegereformen

Der Bundesgesundheitsminister hatte geladen, um den Startschuss für sein "politisches Pflegejahr" 2011 zu geben. Nicht nur Pflegeeinrichtungen und Kassen konnten mit reden, sondern auch Vertretungen der Pflegenden und PatientInnen. Im Bereich der Pflege werden seit Jahren dicke Bretter gebohrt. Der Minister verspricht mit viel Elan Reformen voranzubringen.

Welt-AIDS-Tag

In Deutschland sind etwa zwei Drittel der HIV-positiven Menschen erwerbstätig. Das zeigt, dass das Leben mit AIDS sehr viele unterschiedliche Formen haben kann. Zum Welt-AIDS-Tag 2010 wird die Kampagne "Positiv zusammen leben ? aber sicher!" gestartet, die mit Vorurteilen und unnötigen Ängsten bei alltäglichen Begegnungen mit HIV-positiven Menschen aufräumen möchte.

Selbstverwaltung schafft Scherbenhaufen

Seit einem Jahr werden bundesweit zu jedem ambulanten Pflegedienst und zu jedem Altenheim Pflegenoten veröffentlicht. Sie sollen es leichter machen, die Pflegequalität verschiedener Einrichtungen zu vergleichen. Das klappt nur unzureichend: die Notenbildung ist kompliziert und die Schreibarbeit an der Pflegedokumentation wird viel zu hoch bewertet. Alle Seiten fordern seit einem Jahr Reformen und die Selbstverwaltung von gesetzlichen Versicherungen und Pflegeanbietern sollte die nötigen Verbesserungen verhandeln. An diesem Auftrag sind die Interessenvertretungen nun gescheitert.

Arm dran: Macht Pflege krank?

Der Sender 3Sat berichtet in der Sendung vivo über die Schwierigkeiten pflegender Angehöriger. 24 Stunden Bereitschaft an sieben Tagen der Woche lässt sich schlecht mit Erwerbsarbeit vereinbaren. Am Beispiel von Stefan Krastel, der wegen der Hilfe für seine Mutter Hartz IV Empfänger wurde, werden nicht nur wirtschaftliche Risiken der Pflege beschrieben.

Pflege steht für 2011 ganz oben

Schon im Koalitionsvertrag wird angekündigt, dass es, nach vielen Jahren der Vorbereitung, in mehreren wichtigen Bereichen der Pflegeversicherung Reformen geben soll. Minister Rösler: "Die Pflege wird 2011 sicher eines der dominierenden Themen in meinem Zuständigkeitsbereich. Nächstes Jahr legen wir los."

Gelbe Karte für die Kanzlerin

Seit vielen Jahren wird die Situation für die professionelle Pflege schlechter und schlechter. Ausgabenkürzungen schlagen vor allem auf den Pflegebereich durch. Viele Pflegebedürftige, ob in Altenheim oder Krankenhaus, haben immer häufiger Grund zur Klage: sie müssen lange warten, Hilfsmittel stehen nicht bereit, Katzenwäsche wird der Standard und Fehler, zum Beispiel bei der Medikamentengabe, häufen sich. Im Koalitionsvertrag finden sich große Worte zur Bedeutung der Pflege, aber die aktuellen Ideen zur Gesundheitsreform weisen in die entgegengesetzte Richtung. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) zeigt jetzt Angela Merkel die Gelbe Karte.

Demenz in Türkisch und Russisch

In den westlichen Gesellschaften sind die Geburtenraten seit den 70er Jahren gefallen. Es gibt also immer weniger Menschen, die ins Erwerbsleben eintreten. Gleichzeitig schafft der medizinische Fortschritt für immer mehr Menschen mit Krankenheiten oder Behinderungen Überlebensmöglichkeiten. Der Bedarf nach pflegerischen Hilfen wächst erheblich schneller als die Zahl der Menschen, die Pflegen können und wollen. Ein Ansatz um dieses Problem anzugehen ist der vermehrte Einsatz von technischen Hilfsmitteln in der professionellen Pflege, um den MitarbeiterInnen mehr Zeit für die Pflegebedürftigen zu geben.

Pflege statt/mit/trotz Technik

In den westlichen Gesellschaften sind die Geburtenraten seit den 70er Jahren gefallen. Es gibt also immer weniger Menschen, die ins Erwerbsleben eintreten. Gleichzeitig schafft der medizinische Fortschritt für immer mehr Menschen mit Krankheiten oder Behinderungen Überlebensmöglichkeiten. Der Bedarf nach pflegerischen Hilfen wächst erheblich schneller als die Zahl der Menschen, die Pflegen können und wollen. Ein Ansatz um dieses Problem anzugehen ist der vermehrte Einsatz von technischen Hilfsmitteln in der professionellen Pflege, um den MitarbeiterInnen mehr Zeit für die Pflegebedürftigen zu geben.

Viel trinken ...

Fast bei jedem Arztbesuch bekommen alte Menschen zu hören: "Und Sie müssen viel trinken!" Der Mensch verliert täglich zwei bis drei Liter Flüssigkeit: mit dem Urin, aber auch mit dem Stuhlgang, der Atemluft oder beim Schwitzen. Also, so wird oft geschrieben, sollten wir täglich mindestens zwei, besser aber drei Liter trinken. Das sei ein Kurzschluss, berichtet der WDR in seiner Serie über "Ernährungsirrtümer".

Die Reform kommt ... irgendwann

Die CDU/CSU Bundestagsfraktion lud zu einer Pflegefachtagung ein. Es wurde auch darüber diskutiert, was nötig ist um Demenzkranke bei der Einstufung in die Pflegestufe weniger ungerecht zu behandeln. Frau Widmann-Mauz fasst zusammen: Das Bundesgesundheitsministerium "wird zum Verfahren einen Vorschlag erarbeiten".

Ratgeber zu Patientenrechten

Wußten Sie schon, dass PatientInnen das Recht auf persönliche, ärztliche Aufklärung über Behandlungsrisiken und -alternativen haben? Und im Zweifelsfall sind oft die Medizinprofis in der Pflicht nachzuweisen, welche Informationen besprochen wurden. Wußten Sie schon, dass es zu Wartenzeiten in ärztlichen und therapeutischen Praxen Gerichtsurteile gibt? Das alles und noch viel mehr findet sich im Ratgeber "Meine Rechte als Patient".

Kürzungen in England

Seit vielen Jahren werden in den westlichen Gesellschaften immer wieder neue Anläufe unternommen, um Gesundheitsausgaben zu mindern. Mehr oder weniger hitzig wird häufig auch über Patientensicherheit, kranke Pflegende und allein gelassene PatientInnen berichtet. In England plant die konservativ/liberale Regierung in den nächsten vier Jahren 17 bis 23 Milliarden Euro im Gesundheitsbereich einzusparen.

Charta zur Betreuung Sterbender

Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin hat gemeinsam mit dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband und der Bundesärztekammer eine Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland vorgestellt. Der Grundgedanke ist: Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen.

Die neue NRW - Ministerin für Pflege

Die Rot-Grüne Minderheitsregierung in NRW hat auch eine Ministerin für Pflege. Die Aufgabe hat Barbara Steffens (Grüne) übernommen. In den ersten Wochen ihrer Amtszeit hat sie viel Aufmerksamkeit in den Medien bekommen und manchen neuen Ton angeschlagen.

Ein Gesetz für die Rechte von Patienten

Um die Rechte von Kranken gegenüber Kostenträgern, Einrichtungen und Gesundheitsprofis zu stärken, soll noch unter dieser Bundesregierung ein Patientenrechtegesetz beschlossen werden. Dieses Ziel wird einstimmig unterstützt. Aber schon bei der Frage, welche Bereiche in diesem Gesetz geregelt werden sollen, setzt die Vielstimmigkeit ein: Behandlungsfehler im Krankenhaus, Dokumentations- und Beweispflichten in Gerichtsverfahren, Melderegister für kritische Ereignisse in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, Patientenberatungsstellen, Berarbeitungszeiten von Krankenkassen, Patientenfürsprecher in der stationären und ambulanten Versorgung, Ansprüche von Privatversicherten, Qualität von Pflege oder nicht-ärztlichen Therapien ... für all diese Bereiche könnten Regelungen ins Patientenrechtegesetz geschrieben werden.

Altenpflegeschule schließt die Türen

Nach fast 30 Jahren ist Schluss mit der Altenpflegeausbildung in Lilienthal. Die letzten Zeugnisse sind verteilt. Es finden sich nur noch wenige BewerberInnen und die Arbeitsbedingungen seien "so schlecht wie nie" stellt die Schulleiterin Brigitte Lange fest. Daran hätten private Anbieter einen großen Anteil, sagte sie in einem Interview.

Wer kritisiert, muss auch mitarbeiten

In der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) kommen die großen gemeinnützigen Träger der Pflege zusammen. Sie sind an der Entwicklung des Systems der Pflegenoten beteiligt und trotz aller Kritik und trotz der vielen Klagen stehen die FunktionärInnen zu den Pflegenoten - und dazu sie weiter zu entwickeln.

Sozialvertrag Pflege

Wer krank ist, kommt ins Krankenhaus. Wer Pflege braucht, kommt ins Pflegeheim. Das stimmt so nicht und so automatisch will es auch niemand. Es ist gut, dass es ganz verschiedene Möglichkeiten gibt, medizinische und pflegerische Hilfen zu bekommen. Die Lobby Organisation Carers UK weist darauf hin, dass ein großer Teil der pflegerischen Hilfen ehrenamtlich geleistet wird. Doch wie soll das in 20 oder 40 Jahren noch gehen? Es wird mit Blick auf die nächsten Jahrzehnte eine Art "New Deal" für die Sicherung der Pflege gefordert.

Fair - transparent - wertschätzend

In Schleswig-Holstein kamen 100 Akteure aus der Pflegebranche zusammen, um die Erfahrungen mit den Pflegenoten zu diskutieren und Vorschläge für die Weiterentwicklung des Pflegetransparenzverfahrens zu erarbeiten. Das Positionspapier wurde von Pflegeprofis, Experten aus Pflegewissenschaft und Qualitätsmanagement und Vertretern der pflegebedürftigen Menschen erarbeitet. "Das Prüfverfahren lasse es an Wertschätzung für pflegebedürftige Menschen mangeln, sagen Pflegeexperten und Betroffene."

Pflegende ohne eigenes Leben

Es gibt Menschen, die kümmern sich mit viel Liebe um kranke, gebrechliche oder behinderte Angehörige. In Großbritannien wurde eine Befragung durchgeführt und mehr als drei Viertel von Ihnen sagten, neben der Pflege hätten sie keine Zeit für eigene Interessen. Dieses alarmierende Ergebnis veröffentlicht die Lobbyorganisation Carers UK.

Mehr Pflegeprofis - schlechte Arbeitsbedingungen

In einer Woche des medialen Sommerlochs werden sehr unterschiedliche Meldungen zur Arbeitssituation der Pflegekräfte in Deutschland veröffentlicht. Die einen beschreiben den riesigen Bedarf an beruflicher Pflege, der in den kommenden Jahren bestehe. Die anderen melden, nirgends mache Arbeit so krank, wie in der Pflege. Kaum zu glauben, dass sich beides auf die Lage in den deutschen Pflegeeinrichtungen beziehen soll.

Zeugnis für die Pflegenoten

Dass die Pflegenoten nicht auf Anhieb der große Wurf sein könnten, war allen Beteiligten klar. Da lag es nah schon die Einführung des neuen Bewertungssystems für Pflegeeinrichtungen wissenschaftlich auswerten zu lassen. Der Bericht der Professorinnen ist über 300 Seiten lang geworden. Es werden vielerlei Verbesserungen angemahnt und auch manche Zweifel genährt: sind die geprüften Inhalte überhaupt für die Lebensqualität von Pflegebedürftigen relevant? Durch den Bericht zieht sich aber auch die Empfehlung den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen: Angehörige wie PatientInnen fänden viel Nützliches in den Transparenzberichten.

Mindestlohn in der Pflege

Nach sehr zeitraubenden Verhandlungen ist es gelungen den Mindestlohn in der Pflege in die Tat umzusetzen. Die meisten Fachkräfte mit drei jähriger Ausbildung werden weder im Osten noch im Westen (7,50/8,50 Euro pro Stunde) viel darüber nachdenken. Viele Hilfskräfte werden aber seit Jahren zu deutlich schlechteren Konditionen eingestellt und können ab 1. August 2010 von der neuen Regelung profitieren. Pflegekräfte die weniger Geldsorgen haben können hoffentlich mehr Energie für die Unterstützung die Pflegebedürftigen einsetzen.

Viel trinken!

Im Jahr 2003 lag Europa mehrere Wochen lang unter einer Hitzeglocke. Immer wieder ist zu lesen, dass Hitze die Gesundheit gefährdet. In Rheinland Pfalz weiß man es genauer: in den Monaten Juli und August 2003 starben etwa rund 1000 Senioren (ab 75 Jahre) mehr als in den Vergleichsmonaten der vergangenen fünf Jahre. Kein Lebensmittel- oder Tablettenskandal der letzten Jahrzehnte und weder Vogel- noch Schweinegrippe waren ähnlich tödlich. Es gibt Rettung: Trinken.

Pflege ist kein Partyservice

Es gibt sie, Buffets auf denen alles stimmt: Das Obst frisch, die Speisen wohltemperiert, die Dekoration hübsch und von allem ist genug vorhanden - und wenn der Preis passt wird, der Partyservice auch gern weiter empfohlen. Welker Salat, wässrige Kartoffeln und warmer Sekt - das führt schnell zu Ärger, obwohl das mit dem verpatzten Buffet ja kein Beinbruch ist. Eben. Menschen, die alltägliche Verrichtungen nicht ohne Unterstützung bewältigen können, haben es viel schwerer Mängel in der Pflege zu erkennen und ihre Interessen durchzusetzen. Das gilt bei Pflegebedarf auf Zeit wie nach einem Beinbruch, und ist bei chronisch Pflegebedürftigen noch viel komplizierter. Um die Pflegebedürftigen zu unterstützen, können Ombudsleute helfen.

Gemeinsam leben - mit Demenz

Unter dem Motto "Gemeinschaft leben" lädt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft vom 7. bis 9. Oktober nach Braunschweig ein. Der Kongress wendet sich an Menschen mit einer Demenz und ihre Angehörigen, an diejenigen, die haupt- und ehrenamtlich in der Beratung, Betreuung, Pflege und Therapie tätig sind, sowie an alle, die sich informieren möchten. Das vorläufige Kongressprogramm kann jetzt im Internet nachgelesen werden - bis zum 31.8.2010 gilt ein Frühbucher Rabatt.

Streit um Pflegenoten

Im August 2008 wurde die vorerst letzte Runde der Pflegereformen wirksam. Seit dem wird an "Pflegetransparenzberichten" gearbeitet. Das ist mindestens so sperrig wie der Titel. Die Pflegenoten sind ein Teil dieser Arbeit und die Auseinandersetzungen darum werden in Einrichtungen, Verbänden, vor Gerichten und in den Medien seit Monaten geführt. Jetzt werfen sich Trägerverbände und gesetzliche Versicherungen gegenseitig Verweigerung vor.

Pflege - mobil

Im Jahr 2007 fuhren AktivistInnen unter der Überschrift "Pflege bewegt Deutschland" von Nord nach Süd durch die Republik. Nach der breiten und sehr positiven Resonanz auf diese Aktion gibt es nun zur Kulturhauptstadt Ruhr eine kleine Neuauflage. Das Pflegemobil des DBfK macht eine Tour durchs Ruhrgebiet, um aktuelle Fragen zur Situation der Pflege in die Gesellschaft zu tragen.

Gesundheit in Gaza

Seit 2007 ist im Gaza Streifen das Überleben noch schwieriger geworden. Die Konfrontationen zwischen Hamas und dem Staat Israel haben dazu geführt, dass die gesamte Bevölkerung hinter einem Wall aus Handels-, Reise- und Informationsschranken leben muss. Dies hat gravierende Folgen für die Gesundheit. In Einzelfällen ist der Zusammenhang zwischen einem Todesfall und der Blockade eindeutig, über eine Millionen Menschen leiden jedoch unter den indirekten Konsequenzen. UN Organisationen und in Deutschland zum Beispiel Pax Christi und IPPNW protestieren seit Jahren gegen die Zustände.

Die Pflege im Fieber

Pflegenotstand heißt, dass die Gesundheit von PatientInnen in Gefahr ist. Pflegenotstand heißt, dass Pflegende von der Arbeit krank werden. Pflegenotstand heißt, dass kaum Aussichten bestehen genug Menschen für die Arbeit in der Pflege zu begeistern, um den Bedarf zu decken. Über viele Jahre verhallen die Warnrufe der Berufsverbände der Pflege ungehört. Die Lage wird immer weiter verschärft. Das Pflegethermometer 2009 belegt einmal mehr mit wissenschaftlicher Gründlichkeit, dass vor Jahren hätte gehandelt werden müssen.

Pflegebranche unterschreibt ihre eigene Bankrotterklärung

Seit mindestens 20 Jahren wird mit zunehmender Häufigkeit in der Öffentlichkeit über Personalmangel in der Pflege geklagt. Man ist sich einig, dass einerseits mehr und mehr professionelle Pflegeleistungen nötig werden und andererseits eher weniger Menschen den Pflegeberuf wählen. Ulrich Marseille hat dem eine neue Variante hinzugefügt. Er forderte von der Arbeitsagentur mehr Hartz IV-EmpfängerInnen für seine "Marseille Kliniken AG".

Global Generation - Erfahrungen nach dem Krieg

Möchten Sie mal über den Tellerrand blicken? Der Welfriedensdienst macht zusammen mit verschiedenen Partnern ein Angebot für Menschen, die neugierig sind und die 50 überschritten haben: Im Projekt "Global Generation" wird gefragt, wie sich Erlebnisse von EuropäerInnen von den Erfahrungen unterscheiden, die Menschen im südlichen Afrika mit Krieg machen mussten. In fünf Workshops wird die Gelegenheit geboten, globale Zusammenhänge mit der eigenen Biografie zu verbinden und Anknüpfungspunkte zu den Erfahrungen von Menschen zu finden, die in Österreich, Ungarn und Südafrika leben.

Geburtstagswunsch: Hebamme

Durch die jahrelange Vernachlässigung der Gebührenanpassung ist die Existenz freiberuflich arbeitender Hebammen bedroht. Viele sehen sich zum Aufgeben gezwungen. So gerät die wohnortnahe Versorgung der Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett in Gefahr. Auch im Krankenhaus hat sich die Situation für Hebammen nicht verbessert. Immer noch müssen Hebammen mehrere Schwangere im Kreißsaal gleichzeitig betreuen.

Pflege mit dem Telefon

Es gibt viele Menschen, die nur mit Schwierigkeiten das Haus verlassen können aber trotzdem gern weiter allein in ihrer Wohnung leben möchten. Hausnotrufsysteme sind für Notfälle gedacht. Doch Notfälle sind - hoffentlich! - selten. Über alltägliche Sorgen zu Gesundheit und Pflege können versuchsweise Menschen in Bad Oeynhausen am Telefon sprechen. Sie werden täglich angerufen, um so für Sicherheit zu sorgen.

NRW: Pflegende wählen auch

Der Pflegerat NRW hat den Landtagsparteien Wahlprüfsteine vorgelegt. Dabei interessiert die Landesarbeitsgemeinschaft der Pflegeorganisationen, welche Wege die Politik in den nächsten fünf Jahren gehen möchte, um in der Zukunft eine angemessene Pflege gewährleisten zu können. Fragen der Berufsbildung und Ausbildung werden genauso gestellt wie zur Zukunft der Pflegestützpunkte und zur Umsetzung des Pflege-TÜVs. Die Erfahrungen zum Wohn- und Teilhabegesetz Nordrhein-Westfalen sollen genauso bewertet werden wie Strategien zur Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen. Die Ergebnisse der Wahlprüfsteine werden am 27. April 2020 in Düsseldorf mit den gesundheitspolitischen Sprechern der Parteien diskutiert. Es moderiert Manfred Breuckmann.

Schaffen Pflegenoten Transparenz?

Die Diakonie in Rheinland-Westfalen-Lippe hat grundsätzliche Kritik am bestehenden Prüfsystem. Die eigentlichen Ziele, Verbraucherschutz und Vergleichbarkeit der Pflegeleistungen, würden nicht erreicht. Das System sei bürokratisch, aufwendig und teuer. "Pflegenoten beurteilen, wie gut die Arbeit dokumentiert wird, nicht, wie gut die Arbeit der Pflegekräfte mit den pflegebedürftigen Menschen gemacht wird." Statt einer Verschärfung der Kriterien, wie sie derzeit in der Politik diskutiert wird, sei es jetzt viel wichtiger, dass die bestehende Kriterien einheitlich beurteilt werden. In Bochum fand am 15. April ein Fachtag zum Thema statt.

1 Milliarde klingeln in den Kassen der Pflegeversicherung

In der deutschen Sozialpolitik wird seit Jahren darum gestritten, wie die Finanzierung der Pflegeversicherung zukunftsfest gemacht werden könne. In den meisten Beiträgen zur Debatte wird betont, dass auch die bestehende Hürde der "erheblichen Pflegebedürftigkeit" (Pflegestufe I) und die Einschränkungen beim Leistungsumfang (Teilkasko) nicht ausreichen. Der Etat der Pflegeversicherung werde in absehbarer Zeit überlastet. Trotzdem wird für 2009 offiziell wieder ein Überschuss ausgewiesen.

Arbeitslosigkeit ist ungesund - besonders für Frauen

Der Weltgesundheitstag 2010 am 7. April trägt die Überschrift: "Gesundheitsförderung in Städten". Das Feministische FrauenGesundheitsZentrum (FFGZ) e.V. Berlin fordert aus diesem Anlass mehr gezielte Gesundheitsförderung für arbeitslose Frauen. Begründet wird das einerseits mit erhöhten Krankheits- und Sterblichkeitsraten von erwerbslosen Frauen und andererseits mit Erfahrungen aus der Beratungsarbeit des FFGZ.

Pflegestützpunkte

Die letzte Pflegereform hat 2008 auch einen Rechtsanspruch auf Pflegeberatung für Pflegebedürftige und Angehörige gebracht. Die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt favorisierte dazu das Konzept Pflegestützpunkt. Pflegekassen und Kommunen bringen dazu an vielen Orten Angebote auf den Weg. Einige Modell-Pflegestützpunkte werden wissenschaftlich begleitet, um Qualitätsstandards zu entwickeln. Was und wie ein Pflegestützpunkt kann, ist in einem Video zu sehen, den das KDA zur Verfügung stellt.

Mindestlohn in der Pflege

Die Pflegenoten sollen dabei helfen die Qualität der Pflege verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen. Viele der Kriterien, aus denen die Pflegenoten gebildet werden, hängen wesentlich davon ab, dass qualifizierte Fachkräfte hohe Standards nicht nur kennen, sondern auch umsetzen. Es ist allerdings nicht selbstverständlich, dass Pflegefachkräfte die Pflege übernehmen. Vorgeschrieben ist nur das mindestens 50 % der Angestellten in der Pflege Fachkräfte sein müssen. Das Deutsches Netzwerk Primary Nursing fordert diese Quote deutlich zu erhöhen und begründet das ausführlich.

Fachkraftquote

Die Pflegenoten sollen dabei helfen die Qualität der Pflege verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen. Viele der Kriterien, aus denen die Pflegenoten gebildet werden, hängen wesentlich davon ab, dass qualifizierte Fachkräfte hohe Standards nicht nur kennen, sondern auch umsetzen. Es ist allerdings nicht selbstverständlich, dass Pflegefachkräfte die Pflege übernehmen. Vorgeschrieben ist nur das mindestens 50 % der Angestellten in der Pflege Fachkräfte sein müssen. Das Deutsches Netzwerk Primary Nursing fordert diese Quote deutlich zu erhöhen und begründet das ausführlich.

Prämie pro Kopf

Gesundheitsprämie oder Kopfpauschale oder, wie es im Koalitionsvertrag formuliert ist, "einkommensunabhängige Komponente zur Finanzierung des Gesundheitswesens" - Es werden verschiedene Möglichkeiten debattiert, um die steigenden Gesundheitsausgaben von den Lohnkosten zu entkoppeln. Dazu hat sich ein Bündnis unter der Überschrift "Kopfpauschale stoppen" formiert.

Erst Arbeitslos dann Pflegekraft?

Hannelore Kraft ist die letzte in einer langen Reihe von Prominenten, die zu viele Arbeitslose mit zu viel Arbeit in der Pflege zusammenbringen und falsche Ideen verkünden. Der Deutsche Pflegerat hat eine Antwort zu den Vorschlägen von Frau Kraft und für alle, die jene alten Ideen noch wieder aufgießen möchten.

Quo vadis Pflegenoten?

Als im Dezember die ersten Pflegenoten veröffentlicht wurden begann eine breite Debatte. Pflegende, Träger, Kassen und Politik bringen immer wieder neue Argumente in die Diskussion und die Medien haben mit jeder Veröffentlichung von Pflegenoten und mit jeder Klage dagegen einen neuen Anlass zu Berichterstattung. Die Entwicklung ist unübersichtlich.

Stürzen vorbeugen

Fast ein Drittel aller Deutschen über 65 stürzen mindestens einmal im Jahr. Auch wenn keine Knochen zu Bruch gehen, können Stürze ein langwieriges Nachspiel haben. Schreck und Schmerzen bleiben im Gedächtnis, so dass das Vertrauen in die eigene Bewegungsfähigkeit verloren geht. Die Lebensqualität kann sehr eingeschränkt werden. Das sind gute Gründe die Sturzprophylaxe ernst zu nehmen.

Pflegereform 2010???

2008 gelang es der damaligen Regierungskoalition eine Pflegereform zu beschließen. Dadurch wurden einige Probleme, die seit Jahren diskutiert wurden, endlich gelöst (mehr oder weniger). Leider gelang es Schwarz-Rot nicht, die Interessen von Demenzkranken bei der Einstufung in eine Pflegestufe stärker zu berücksichtigen. Auch die Fragen zur zukunftsfesten Finanzierung der Pflege bleiben unbeantwortet. Da nur einer von drei Aufgaben-Komplexen abgearbeitet werden konnte, rangierte die Pflege wohl nicht an der Spitze der Prioritätenliste. Und wie sieht es unter der schwarz-gelben Regierung aus?

Patiententestamente

Wie ein Testament zu schreiben ist und was damit geregelt werden kann ist Sache von Rechtskundigen. Wer Patient ist geht zum Arzt. Diese beiden Professionen haben in den letzten Jahren die Diskussionen über Patientenverfügungen dominiert. Professorin Angelika Zegelin hat aus ihrer Sicht als Pflegewissenschaftlerin sehr persönlich darüber geschrieben, was Sie für wichtig hält.

Gleicher Service - gegensätzliche Noten

Im Kreis Steinfurt liegen zwei Altenheime direkt nebeneinander. Ein Träger, eine Leitung, gleiches Konzept. Das Essen kommt aus einer gemeinsamen Küche und erhält von dem einen MDK-Prüfer ein "sehr gut", von dem anderen ein "mangelhaft". Diesen Spagat haben sich die Prüfexperten auch bei anderen Kriterien geleistet. Das ist weder verständlich noch erklärbar. Weil die veröffentlichten Pflegenoten die wirtschaftliche Existenz einer Einrichtung auf's Spiel setzen können, dürfen solch falsche Einschätzungen nicht vorkommen.

Caritas Köln hat Klage eingereicht

Die CBT ? Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH (Köln) ist die Dachorganisation für 29 Altenheime und Seniorenwohnanlagen. Für eine Klage gegen die Pflegenoten hat man sich die Unterstützung des erfahrenen Pflegerechtlers Thomas Klie gesichert. Mit "viel Arbeit für nix" lässt sich die Kritik zusammenfassen.

Münster: Veröffentlichung von Pflegenoten einstweilig gestoppt

Sind die Pflegenoten geeignet um die Ergebnisqualität von professioneller Pflege und die Lebensqualität der Pflegebedürftigen zu bewerten? Das Sozialgericht Münster sieht berechtigte Zweifel und verbietet in einer einstweiligen Verfügung die Veröffentlichung der Pflegenoten für eine Einrichtung.

Verfahrensstreit um Pflegenoten vor Gericht

Seit Jahren prüfen die medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK) in den Pflegeeinrichtungen, ob die Mittel der Sozialversicherung auch als "gute Pflege" bei den Menschen ankommen. Mindestens genauso alt sind Diskussionen um die Frage was gute Pflege ausmacht und wie derlei überprüft werden könnte. Seit 2009 gibt es ein überschaubares Prüfverfahren, um Pflegenoten veröffentlichen zu können. Das gute, vor allem aber schlechte Bewertungen der Allgemeinheit zugänglich sind heizt die Debatte um Qualitätsprüfungen an. Die Altenheimlobby hat nun Klage bei Gericht eingereicht.

Angehörige und Demenzkranke gemeinsam in den Urlaub

Menschen, die Demenzkranke pflegen, sind oft 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche in Bereitschaft. Pausen müssen häufig genutzt werden um Organisatorisches erledigen zu können oder auch um selbst mal zu Arzt zu kommen. Das macht es auch sehr schwer, sich mit anderen pflegenden Angehörigen auszutauschen. Urlaub ist kaum denkbar. Ein ungewöhnliches Angebot kommt aus Bayern: eine Gruppenreise für Demenzkranke zusammen mit ihren Angehörigen.

Pflege professionell dokumentieren

Der Landesverband Nordwest des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) bietet MitarbeiterInnen ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen eine Reihe von Expertengesprächen an. Die Halbtagesveranstaltungen richten sich an Pflegekräfte, die daran interessiert sind, aktuelle pflegewissenschaftliche Erkenntnisse, wie sie in den Expertenstandards formuliert werden, in die Praxis umzusetzen. Bei der Veranstaltung geht es nicht darum, Pflegende mit neuen Anforderungen zu überhäufen, sondern ihnen zu helfen, die Expertenstandards mit pflegefachlichem Augenmaß umzusetzen.

Mehr von der Pflegekasse

Ab dem 1.1.2010 steigen die Leistungen der Pflegekassen. Diese Erhöhung ist mit der Pflegereform 2008 beschlossen worden. Vor allem für die professionelle, ambulante Pflege steht jetzt mehr zur Verfügung.

Schmerzmanagement

Der Landesverband Nordwest des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) bietet MitarbeiterInnen ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen eine Reihe von Expertengesprächen an. Die Halbtagesveranstaltungen richten sich an Pflegekräfte, die daran interessiert sind, aktuelle pflegewissenschaftliche Erkenntnisse, wie sie in den Expertenstandards formuliert werden, in die Praxis umzusetzen. Bei der Veranstaltung geht es nicht darum, Pflegende mit neuen Anforderungen zu überhäufen, sondern ihnen zu helfen, die Expertenstandards mit pflegefachlichem Augenmaß umzusetzen.

Feministinnen werden für Patientinnenschulung ausgezeichnet

Der Preis "Vorbildliche Praxis 2009 - Gesundheitsförderung" wird gemeinsam von der BKK, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" vergeben. Er stand in diesem Jahr unter dem Motto "Gesundheitsförderung bei sozial benachteiligten älteren Menschen". Ausgezeichnet wurde das Projekt "Älterwerden und Gesundheit - Die Patientinnenschulung", das seit Januar 2004 vom Feministischen Frauen Gesundheitszentrum (FFGZ) mit großem Erfolg durchgeführt wird. Die Patientinnenschulung zielt darauf ab, sozial benachteiligte ältere Frauen und insbesondere Migrantinnen zu befähigen, eine bessere Gesundheitsinformation und -versorgung zu bekommen, und sie dabei zu unterstützen, mündige Patientinnen zu werden.

Aktuelle Pflegenoten

Die Pflegekassen verkünden: die Pflegenoten sind veröffentlicht. Die Ergebnisse der diesjährigen Prüfungen des MDK sollen über das Internet von jedem Computer aus abrufbar sein. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Transparenz in deutschen Pflegeeinrichtungen. Die Kritik am System verstummt allerdings nicht.

Mindestlohn in der Pflege

Schon 1995 wurden Plakate geklebt, um Menschen für die Pflegeberufe zu werben. Aktuell sammelt und veröffentlicht das Gesundheitsministerium Zitate die mit "Ich pflege weil ..." beginnen. Die Verdienstmöglichkeiten werden in den wiederkehrenden Imagekampagnen ausgeblendet. Seit Jahren wird erfolglos versucht einen Mindestlohn in der Pflege durchzusetzen. Bis in den Wahlkampf haben die kirchlichen Arbeitgeber gebraucht, um formelle Bedenken gegen Mindestlöhne zu überwinden. Jetzt sitzt die FDP am Kabinettstisch und die Aussichten auf Gehälter oberhalb der Armutsgrenze sind schlecht.

Illegale Vermittlung von "Haushaltshilfen"

Viele Angehörige wissen sich mit der rund-um-die-Uhr Betreuung von pflegebedürftigen Menschen überfordert. Hilfe ist nötig, aber im gewünschten Umfang nicht bezahlbar. Seit Jahren wird immer wieder in den Medien über Haushaltshilfen in Osteuropa diskutiert. Pflegeprofis weisen darauf hin, dass die Hilfskräfte oft weder auf pflegerische Notfälle vorbereitet sind, noch die deutsche Sprache beherrschen. Während die Vermittlungsstellen kräftig werben, heben Rechtskundige bei Verbraucherzentralen und der Arbeitsagentur warnend den Finger. Das OLG Bamberg hat jetzt einen Vermittler verurteilt.

Expertengespräche für Praktiker

Der Landesverband Nordwest des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) bietet MitarbeiterInnen ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen eine Reihe von Expertengesprächen an. Die Halbtagesveranstaltungen richten sich an Pflegekräfte, die daran interessiert sind, aktuelle pflegewissenschaftliche Erkenntnisse, wie sie in den Expertenstandards formuliert werden, in die Praxis umzusetzen. Bei der Veranstaltung geht es nicht darum, Pflegende mit neuen Anforderungen zu überhäufen, sondern ihnen zu helfen, die Expertenstandards mit pflegefachlichem Augenmaß umzusetzen.

Auf dem Weg: Pflegestützpunkte

Seit dem 1. Januar 2009 sind die Pflegekassen dazu verpflichtet die Versicherten individuell und umfassend zu beraten. Statt jede Kasse ein eigenes Süppchen kochen zu lassen, sollen Pflegestützpunkte, die gemeinsam finanziert werden, Beratung aus einer Hand bieten. Lokale Beratungsstellen, die zusammen mit den Kommunen organisiert werden, sollen auch garantieren, dass die Angebote zu der Nachfrage passen. Dieser Ansatz ist neu im deutschen Gesundheitssystem, weshalb der Aufbau der Pflegestützpunkte von der Pflegewissenschaft begleitet wird.

Dr. Angelika Zegelin erhält das Bundesverdienstkreuz

Seit einem Vierteljahrhundert ist Dr. Angelika Zegelin von der Universität Witten/Herdecke hautnah dabei, wenn wissenschaftliche Konzepte für die Pflege entwickelt werden. An der Universität Witten/Herdecke war sie am Aufbau des ersten universitären Studiengangs Pflegewissenschaft in Deutschland federführend beteiligt. Doch nicht nur deshalb, sondern auch, weil sie viele Projekte auf diesem Sektor in der ganzen Welt angestoßen und aufgebaut hat, bekommt die Dortmunderin am 23. November in Witten das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Ganz Deutschland zeigt Schleife - Welt-Aids-Tag am 1.12.2009

Das Symbol des Welt-Aids-Tags ist die rote Schleife. Sie steht für Respekt und Solidarität und stellt die Betroffenen in den Mittelpunkt. Deshalb lautet das Motto der diesjährigen Welt-Aids-Tags-Aktion "Ganz Deutschland zeigt Schleife". Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ruft gemeinsam mit der Deutschen AIDS-Hilfe, der Deutschen AIDS-Stiftung und dem Bundesministerium für Gesundheit dazu auf, denn immer noch gilt es auch in Deutschland Ausgrenzung und Stigmatisierung zu bekämpfen.

Ohrenkuss

"Vieles was man hört, geht in den Kopf hinein, und das meiste geht auch wieder heraus. Nur das wirklich wichtige bleibt im Kopf - und dann ist es ein Ohrenkuss." So erklären die Menschen mit Down-Syndrom, die seit über 10 Jahren an der Zeitschrift Ohrenkuss arbeiten, ihr Projekt. Sie veröffentlichen Texte über ihre Sicht auf die Welt.

Expertengespräche für Praktiker

Der Landesverband Nordwest des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK) bietet MitarbeiterInnen ambulanter und stationärer Pflegeeinrichtungen eine Reihe von Expertengesprächen an. Die Halbtagesveranstaltungen richten sich an Pflegekräfte, die daran interessiert sind, aktuelle pflegewissenschaftliche Erkenntnisse, wie sie in den Expertenstandards formuliert werden, in die Praxis umzusetzen. Bei der Veranstaltung geht es nicht darum, Pflegende mit neuen Anforderungen zu überhäufen, sondern ihnen zu helfen, die Expertenstandards mit pflegefachlichem Augenmaß umzusetzen.

Reaktionen auf den Koalitionsvertrag

In den Reaktionen auf den Koalitionsvertrag kommt die Gesundheitspolitik häufig vor. Dabei geht es, wie schon so oft in den Reformdebatten der letzten Jahre, vor allem um die Beiträge. Es gibt aber auch darüber hinaus einige interessante Einwürfe.

Koalitionsvertrag

Es ist unstrittig: in der Pflege liegt einiges im Argen. So hat das Thema auch Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden, der heute in Berlin vorgestellt wurde. Wir dokumentieren wichtige Aussagen zur Pflege.

Meinungsforschung zur Pflege

In den letzten Monaten wurde in Politik- und Fachkreisen intensiv diskutiert, was Qualität in der Pflege bedeuten und wie das gemessen werden könnte. Patientenverbände spielten dabei nur eine Nebenrolle. Und was denken die Betroffenen? Eine repräsentative Umfrage zu den Vorstellungen in der Bevölkerung informiert auch über Erwartungen von Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen.

Gesundheit für alle!

Nicht nur in den USA, wo zig Millionen Menschen ohne Krankenversicherungsschutz leben müssen, sondern auch in Deutschland ist Gesundheit ungleich verteilt. Fachärztliche Versorgung ist für Kassenpatienten oft mit langen Wartezeiten verbunden. Die Hürden die Menschen mit Rollstuhl in den Weg gelegt werden, sind aber oft noch viel höher. Statistisch belegt ist, das mit dem Einkommen die Krankheitswahrscheinlichkeit steigt und die Lebenserwartung fällt. Ein Kongress im Dezember fordert: Gesundheit für alle!

Epidemie

Im Sommer wurde allüberall von der Schweinegrippe gesprochen und geschrieben. Jetzt, beginnt die Grippesaison. Eine massenhafte Ausbreitung der Schweinegrippe, zusätzlich zur saisonalen Grippe, wird wahrscheinlicher - aber in den Massenmedien ist "das Thema durch". Um so wichtiger wird es frühzeitig reagieren zu können, wenn in einer Region vermehrt Krankheitsfälle auftreten.

Pflegenoten

Seit der Pflegereform im Sommer 2008 müssen Pflegeeinrichtungen regelmäßig vom Medizinischen Dienst geprüft werden. Die Ergebnisse sind zu veröffentlichen. 16 Monate später sind die ersten 1000 Prüfberichte geschrieben. Jetzt können sinnvolle Aussagen über diese Art der Prüfungen gemacht werden.

Patient - Partei

Wir werden alle mal krank - und wenn es schlimm wird brauchen wir pflegerische Hilfe. Diese Selbstverständlichkeiten passen nicht zur politischen Realität in Deutschland: Pflegepolitik erregt wenig Aufmerksamkeit. Auch im Bundestagswahlkampf kommt das Thema kaum vor. Die deutsche Hospizstiftung hat den Parteien Wahlprüfsteine vorgelegt und die Antworten rechtzeitig vor der Bundestagswahl veröffentlicht.

No Nurse - No Future

Am 30.9. endet für viele die Ausbildung zur examinierten Pflegekraft. Für manche von Ihnen war die Suche nach einem Arbeitsplatz wenig erfreulich. Die meisten Stellenangebote sind auf ein Jahr befristet und viele Arbeitgeber machen große Anstrengungen, um weniger zahlen zu müssen als im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes steht. Gleichzeitig wird mit jeder Studie zur Zukunft der Pflege deutlich, dass im Jahr 2030 Pflegekräfte fehlen werden und außerdem die Anforderungen an die Qualität der Pflege weiter steigen. Ulla Schmidt bemüht sich (auch) mit einer Image Kampagne für die Arbeit in der Pflege zu werben.

Wahlkampf ohne Barrieren

Am 04. September 2009, gibt es in Berlin eine Wahlkampfveranstaltung. Warum das hier erwähnt wird? Es gibt an diesem Abend Gebärdensprach- und Schriftverdolmetschung, denn die Vertreter der Bundestagsparteien wurden vom Deutschen Gehörlosen-Bund eingeladen. An dem Abend werden Wahlprogramme und Ziele der Parteien, insbesondere im Hinblick auf die Teilhabe und Inklusion hörbehinderter Menschen diskutiert - ohne die Betroffenen auszuschließen.

Pflegealltag - mal ehrlich

Von Oktober 2008 bis Frühjahr 2009 hat der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) eine bundesweite Umfrage unter Pflegekräften zu ihrem beruflichen Alltag durchgeführt. Abgefragt wurden u. a. Aspekte der Personalausstattung, behindernde Faktoren in der täglichen Arbeitssituation und Einschätzungen der Zukunft der Pflegeberufe. Insgesamt beteiligten sich 3287 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Krankenhäusern, Pflegeheimen und der ambulanten Pflege, und lieferten vielfach neben den Daten auch anekdotische Schilderungen ihres Pflegealltags.

Die Gesundheitssysteme in Europa

Während in den USA noch darum gerungen wird das Gesundheitssystem so zu reformieren, dass alle US-Einwohner Zugang zu einer Krankenversicherung bekommen, ist dies den meisten EU-Bürgern schon länger möglich. Doch zwischen den einzelnen EU-Staaten unterscheiden sich die Gesundheitssysteme beträchtlich.

Neue Begutachtungs-Richtlinien in Kraft

Die "Richtlinien zur Begutachtung von Pflegebedürftigkeit nach dem XI. Buch des Sozialgesetzbuches" (BRi) sind die verbindliche Grundlage für alle Verfahren zur Einstufung in eine Pflegestufe. Sie wurden immer wieder geänderten Gegebenheiten angepasst. Bei der Pflegereform 2008 wurden die dringend nötigen Verbesserungen der Pflegestufen allerdings ausgespart. Somit hat sich im Kern wenig geändert und die jetzt erschienene Überarbeitung bringt nur Veränderungen in Details.

Heimaufsicht

Auflage und Einschaltquote erzielen die Medien vor allem mit schlechten Nachrichten. So lesen wir mehrmals im Jahr von Skandalen in der Pflege: Hunger, unzureichende Körperpflege, Freiheitsberaubung und manchmal auch körperliche Gewalt erreichen die Titelseiten. Immer wieder wird dann nach der behördlicher Kontrolle gefragt. Die Heimaufsicht ist Sache der Bundesländer. Sachsen hat jetzt den Bericht über die Arbeit der Heimaufsicht in den Jahren 2006/07 veröffentlicht. Dort lässt sich ganz sachlich nachlesen, wie die Heimaufsicht im Lande arbeitet und wo Probleme gesehen werden.

Glückwunsch zum 5000sten

Haben Sie schon mal ein Buch mit 5000 Seiten gelesen? Ein Fachbuch, dass sich mit einem wissenschaftlich wenig beachteten Thema beschäftigt? Das Online Nachschlagewerk Pflegewiki beschreibt die Pflege von Kranken, Kindern und Alten und hat heute den 5000sten Eintrag erhalten. Das ist höchst bewundernswert. Dank an die Menschen, die im Hintergrund die administrative Arbeit machen und Dank an viele hundert Autorinnen und Autoren. Wir wünschen viel Glück für die Zukunft.

Kritik an den Reformansätzen

Menschen, die krank oder behindert und alt sind können vielfältige pflegerische Hilfen benötigen. Das kann von der Haarpflege über das Einkaufen bis zum Widerspruch gegen die Heizkostenabrechnung oder Hol- und Bringediensten zur Geburtstagsfeier reichen. Bei jüngeren Menschen, die auf Hilfen im Alltag angewiesen sind, nehmen die Prävention oder die Teilnahme am sozialen Leben häufig großen Raum ein. Auch sind die pflegenden Angehörigen oft jünger. Herausforderungen durch kranke Geschwisterkinder, Versetzungen am Arbeitsplatz oder durch Anforderungen der Arbeitsagentur sind zu bewältigen. Der Club der Behinderten und ihrer Freunde (CBF) in Hessen hat aus dieser Sicht Kritik an den Ansätzen zur nächsten Pflegereformrunde geübt.

Diskriminierung pflegender Angehöriger

"Entdecken wir, was wir gewinnen, wenn ... wir Frauen nicht mehr aus dem Erwerbsleben katapultieren, weil Fürsorgepflichten ungleich auf die Geschlechter verteilt sind, weil es ... an entlastenden Strukturen für pflegende Angehörige fehlt." So der Bundespräsident im April. Diese Rede passt zu den vielfältigen Aussagen der Politik, die die Bedeutung der Angehörigen für die Pflege betonen. Der Alltag sieht anders aus: um die häusliche Pflege zu organisieren, müssen Anghörige viele Stellen anlaufen und, wenn sie berufstätig sind, beim Arbeitgeber um freie Tage betteln. Pflegestützpunkte sind auch ein Jahr nach der letzten Pflegereform selten. Doch pflegende Angehörige werden auf viele Arten diskriminiert.

Preis für Pflegewissenschaft

Beim Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge kommen die öffentlichen und freien Träger sozialer Arbeit Deutschlands an einen Tisch. Dazu gehören Vertretungen von Bund und Ländern, überörtliche Träger der Sozial- und Jugendhilfe, die großen Wohlfahrtsverbände, Hochschulen und andere. Bei der letzten Mitgliederversammlung wurde ein Sonderpreis vergeben, um die Arbeit zur Neudefinition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs zu würdigen.

Pflegende im Erbrecht

Nach den Beschlüssen zur Patientenverfügung wird auf den letzten Metern der Legislaturperiode auch noch das Erbrecht reformiert. Ein Teil des Pakets soll pflegende Angehörige besser stellen. "Menschen werden immer älter. Die Anzahl pflegebedürftiger Personen steigt. Zwei Drittel der auf Pflege angewiesenen Personen werden nicht in einem Pflegeheim, sondern im eigenen Zuhause versorgt. Viele Angehörige erbringen hier wichtige Leistungen. Gerade im Erbfall müssen sie besser als bisher berücksichtigt werden können", betonte Ministerin Zypries. Über eine entsprechende Vorlage des Justizministeriums soll am 2. Juli vom Bundestag beschlossen werden.

Patientenverfügungen gesetzlich geregelt

Es kann Situationen geben, in denen man sich nicht mehr selbst zu einer Therapieentscheidung äußern kann. In einer Patientenverfügung kann schriftlich festgelegt werden, welche Wünsche für die eigene gesundheitliche Versorgung bestehen. Der scheidende Bundestag hat die lange diskutierten Fragen zur Patientenverfügung noch mit einer Gesetzesnovelle beantwortet. Die neuen Regelungen verkleinern juristische und medizinische Ermessensspielräume und bringen mehr Rechtssicherheit für schwierige Entscheidungen am Lebensende. Das zusammen mit dem Beschluss auch neue Fragen gestellt und Situationen beschrieben werden, die erst durch die neuen Regelungen problematische werden, liegt wohl in der Natur der Sache.

200 mal Pflege

AUTO und VERKEHR - Das ist eine Rubrik, die in jeder Zeitung und wohl auch in jedem Sender vertreten ist. Wir können uns darauf verlassen, dass sich die Redaktionen Mühe geben verlässlich alles Wichtige zu berichten. Kennen Sie eine Publikation mit der Rubrik PFLEGE? So kommt's, dass die Bevölkerung über die Modellpolitik des VW Konzerns und die Verspätungen bei der Bahn besser informiert ist, als über Leistungen der Pflegeversicherung, Qualitätssicherung in Altenheimen oder Patientenrechte im Krankenhaus. Diese NACHRICHTEN AUS DER PFLEGE haben seit 2006 zweihundert mal Licht ins Dunkel gebracht.

FEED Futter

Kennen Sie eine Publikation mit der Rubrik PFLEGE? Es gibt Fachzeitschriften und -bücher, aber interessierte Laien haben Schwierigkeiten, aus der Pflege zu erfahren. Von 2006 bis 2009 haben wir 200 mal über Themen aus der Pflege berichtet. Hier sind die Quellen dazu.

Wir haben die Wahl

Es ist Wahljahr in Deutschland und die Entscheidung fällt oft nicht leicht. Das die Menschen im Land darüber klagen, das ihre Lebenswelt mit dem Denken der Abgeordneten wenig zu tun habe, macht es nicht leichter. Die Ehrenamtlichen der Caritas im Bistum Paderborn haben Wahlprüfsteine veröffentlicht, in denen sie Erfahrungen aus ihrer Arbeit aufgeschrieben und dazu Fragen formuliert haben. Das kann helfen die Distanz zu "denen da oben" zu überbrücken und mancher Wahlkampfveranstaltung mehr Tiefgang verschaffen.

Reform der Pflegestufen

Am 25. Mai wurde im Gesundheitsministerium ein Bericht vorgelegt, der beschreibt, wie die im Januar vorgestellten Konzepte zur Pflegereform umgesetzt werden könnten. Die Definition von Pflegebedürftigkeit, auf der die Einstufung in Pflegestufen beruht, steht auf dem Prüfstand. Ulla Schmidt geht es um eine "bessere Versorgung", um einen "Paradigmenwechsel". Es soll nicht mehr auf die Zeit den Helfenden fokussiert werden, sondern auf die Fähigkeiten der Pflegebedürftigen. Damit wäre es möglich Demenzkranke bei der Einstufung besser als bisher zu unterstützen. Das konnte man aber auch schon im Januar hören und lesen.

Pflegekräfte einstellen!

Es herrscht weit gehende Einigkeit darüber, dass in deutschen Krankenhäusern zu wenig Pflegekräfte arbeiten. "Es ist kein Geld da!" hören wir dazu seit Jahren immer wieder von den Leitungen. Nach den Massenprotesten im Herbst 2008 hat sich die Bundesregierung bewegt und zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Seit Monaten passiert wenig. Jetzt schreiben Ministerin, Berufsverbände und Krankenhäuser: Das Geld wird nur teilweise angefordert.

Erfahrungen mit Demenz

Menschen, die an Demenz erkrankt sind, haben große Schwierigkeiten ganz alltägliche Verrichtungen zu koordinieren. Die vertraute eigene Wohnung ist dabei für viele ein wichtiger Ruhepol. Sich in neue Umgebungen einzuleben gelingt nur selten. Dabei werden rund um die Uhr Hilfen benötigt, damit Körperpflege, Essen und Trinken klappen, um Gefahren zu bewältigen und Sicherheit zu vermitteln. Es sind vor allem Frauen, die an sieben Tagen in der Woche 24 Stunden in Bereitschaft stehen. Pflegende Angehörige stoßen damit an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und leben oft sehr isoliert.

Sexuelle Übergriffe auf Menschen mit Behinderung

Der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn fordert höhere Strafen für sexuelle Übergriffe auf Menschen mit Behinderung.

Ehrensache

Alle Sender der ARD haben sich zusammen getan um in dieser Woche darüber zu berichten, wie sich Menschen freiwillig für eine gute Sache engagieren. Auch im weiten Feld der Pflege wäre es kaum vorstellbar, auf die kreativen, freundlichen, verlässlichen Beiträge von Freiwilligen zu verzichten. Jeder vierte Mensch in unserem Land macht mehr als sein müsste. Ehrensache.

Gleiche Rechte für Pflegende!

In Großbritannien gibt es eine starke Interessenvertretung für pflegende Angehörige: Carers.uk. Dort wird geschrieben, dass eine von drei Pflegepersonen nicht zurück in bezahlte Arbeit kann, weil keine passenden Pflegeangebote zur Verfügung stehen. Jede fünfte Pflegeperson habe sich gezwungen gesehen die Berufstätigkeit aufzugeben, um Angehörige zu pflegen - was in Armut und Isolation enden könne. Darüber hinaus werden Menschen am Arbeitsplatz diskriminiert, wenn bekannt wird, dass sie Verantwortung für Pflege übernommen haben - und das nicht nur, wenn es um Fort- und Weiterbildung gehe.

Jugendhospiz

Olpe im Sauerland ist ein Ort in dem wegweisendes für die Hospizarbeit geleistet wird. Dort gibt es das Kinderhospiz Balthasar und jetzt auch das Jugendhospiz. Die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Wie in Olpe nicht anders zu erwarten, waren bei der Eröffnung am 18. April nicht nur Bischof und Minister, sondern auch betroffene Jugendliche mittendrin.

Was ist Gute Arbeit in der Pflege

In der Pflege kommt es in erster Linie darauf an, dass die Pflegebedürftigen angemessen versorgt werden. "Wer pflegt?" wird meistens nur mengenmäßig gefragt. Antworten beschränken sich in der Regel auf Lohnkosten und Pflegenotstandschlagzeilen. Was trägt zur Zufriedenheit von Pflegekräften bei? Der DGB geht dieser Frage wissenschaftlich seit 2007 nach.

Pflege Ausstellung

Etwa zwei Millionen Menschen in Deutschland sind dauerhaft auf pflegerische Hilfen angewiesen und haben Anrecht auf Leistungen aus der Pflegeversicherung. Wie ihr Alltag aussieht weiß eigentlich nur, wer schon in der Wohnung war. In den Massenmedien taucht Pflege fast ausschließlich als kostenträchtig und skandalös auf. Die Ausstellung "Ein neuer Blick auf die Pflege" vermittelt Eindrücke aus dem Leben mit Pflege.

Surfen nach Gehör

Computer erobern mehr und mehr unsern Alltag. Von den Möglichkeiten die sich daraus ergeben sind Blinde häufig ausgeschlossen. Aber auch Sehende kommen manchmal in Situationen, in denen ein Smartphone oder ein Navigationsgerät bedient werden müßte, während die Augen mit Anderem beschäftigt sind. ADRIANE Linux bietet heute schon die Möglichkeit ohne Blick auf einen Monitor den Computer zu steuern.

Persönliche Hygiene

Die Aktion "Wir gegen Viren" hat das Ziel, die Hygiene im Alltag zu fördern. Die Bundesregierung finanziert diese Kampagne, weil wir alle jeden Tag mit Viren in Kontakt kommen. Wir husten und niesen sie durch die Luft, sie haften an Gegenständen und an unseren Händen - und werden weiter gegeben. Während viele Viren harmlos sind, können manche ernsthafte Erkrankungen hervorrufen. Deshalb lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie das Ansteckungsrisiko vermindert werden kann.

Verzweiflung der Sterbebegleiter

Seit zwei Jahren sind die gesetzlichen Krankenversicherungen verpflichtet die ambulante Versorgung von Sterbenden zu finanzieren - es passiert wenig. Nun schlagen hessische Palliativmediziner Alarm: Statt die Hilfen auszudehnen und endlich flächendeckende Versorgung sicher zu stellen, stünden jetzt die bestehenden Angebote vor dem Aus.

Pflegende Kinder

Krebs, Suchtkrankheiten, Depression - Wenn Eltern chronisch krank sind, können sie oft vieles nicht mehr selbst erledigen. Hier springen nicht selten die Kinder ein und füllen die entstandenen Lücken. Sie helfen im Haushalt, gehen Einkaufen, kümmern sich um jüngere Geschwister und sind oft auch bei der Körperpflege der Eltern eingebunden. Viele pflegebedürftige Erwachsene verschweigen aus Scham oder auch aus Angst vor Bevormundung durch Außenstehende, wie ihr Alltag aussieht. Für die Kinder wurde jetzt die Internetseite www.kinder-kranker-eltern.de veröffentlicht.

Erinnerungen

"Das ist das Alter" ist die häufig gehörte, etwas verlegene, etwas selbstironische Bemerkung, wenn jemand eine Verabredung vergessen hat oder verzweifelt den Schlüssel nicht finden kann. Eine krankhafte Gedächtnisstörung macht solche Erfahrungen zum ständigen Begleiter. Das ist eine große Belastung für Pflegende und Kranke. Biographiearbeit verspricht im Meer des Vergessens Inseln der Erinnerung und Erholung zu schaffen.

Sozial-Fibel

Die Älteren kennen eine Fibel noch aus ihren ersten Schuljahren. Darin standen die wichtigsten Informationen über die Sprache. In Bayern wird die Sozial-Fibel veröffentlicht. Es finden sich Informationen über A - Aids bis Z - Zusatzurlaub für schwerbehinderte Menschen.

Sag's mal ohne zu reden

Warum wird die Tagesschau viel häufiger genutzt als die Radionachrichten? Die Bilder transportieren zusätzliche Informationen und oft bleibt ein Bild besser im Gedächtnis als Gehörtes. Die Ausstellung "Dialog im Stillen" lenkt die Aufmerksamkeit darauf, wie viel wir im Alltag übersehen, wenn wir hören. Gehörlose begleiten Normalos bei einer Entdeckungsreise in die Welt des Non-Verbalen. Ein schöner Nebeneffekt: Die Behinderungen, mit denen Hörgeschädigte zurecht kommen müssen, werden auch näher gebracht.

Discount-Demenz-Betreuung

Im Sommer 2008 war die Freude groß, als mit der Pflegerefom auch Mittel bereitgestellt wurden, um zusätzliches Personal für die Betreuung Demenzkranker einzustellen. Trotz dem acht Monate vergangen sind, ist nur sehr selten davon zu hören, dass sich tatsächlich in Altenheimen etwas verbessert hat. Nun kommt Protest von den Wohlfahrtsverbänden: eingezwängt in einen zu engen Finanzrahmen ist es kaum möglich Sinnvolles zu leisten.

Krankenkassenkonkurrenz

Seit dem 1. Januar zahlen gesetzlich Versicherte den einheitlichen Beitrag. Gemeinsam mit der Stiftung Warentest und dem Verbraucherzentrale Bundesverband will das Bundesministerium den Servicewettbewerb der Kassen ankurbeln. Schließlich ist das Geld jetzt kein Argument mehr. Die eine Krankenkasse, die für alle Versicherten optimal ist, gibt es aber sicher nicht.

Pflegebedürftigkeit - neu und positiv

Nach mehrjähriger Vorbereitung hat ein Expertengremium einen detaillierten Entwurf zur Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs vorgelegt. Besonders die Bedürfnisse altersverwirrter Menschen sollen in Zukunft besser berücksichtigt werden können. Die Reaktionen der Fachöffentlichkeit sind weitgehend positiv ausgefallen.

Irgendwie anders: Pflegebedürftigkeit

Ulla Schmidt konnte letzte Woche, nach mehrjähriger Vorbereitung, den Abschlussbericht des Beirats zur Neufassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs entgegen nehmen. Darin schlägt ein Team von PflegewissenschaftlerInnen fünf statt drei Pflegestufen und ein neues Begutachtungsverfahren vor. Besonders die Bedürfnisse altersverwirrter Menschen sollen so in Zukunft besser berücksichtigt werden können.

Care-O-bot

Roboter die den Menschen einfache Arbeiten im Alltag abnehmen beflügeln schon seit Jahrzehnten die Phantasie der Menschen. Wirtschaftlich könnte das vor allem in Branchen attraktiv sein, in denen der Anteil an menschlicher Arbeit hoch ist. Zum Beispiel in der Pflege. Bei der Fraunhofer Gesellschaft wird versucht Systeme zu entwickeln, die den Pflegekräften in der stationären Versorgung Wege abnehmen können.

Tablettenfehler

Im Rahmen einer kölner Studie wurden acht Wochen lang täglich die Tablettendispenser von 196 Menschen geprüft, die in einem Altenheim wohnen. Viele bekamen zwei oder drei mal täglich Medikamente ... es wurden 48512 Pillen geprüft. 645 mal musste korrigiert werden - meist, weil die Tabletten nicht ordentlich zerteilt waren. Statistisch gesehen hätte die Hälfte der Bewohner ein mal in den acht Wochen nicht die verordnete Medikation erhalten.

Qualität in der häuslichen Pflege

Mit der Pflegereform 2008 wurde auch beschlossen, dass alle Pflegeeinrichtungen regelmäßig und ohne Ankündigung geprüft werden sollen. Auch für die ambulante Pflege liegen jetzt "Bewertungskriterien" vor. Die Pflegedienste wissen worauf sie sich einzustellen haben - und wer zu Hause ambulante Pflege braucht hat bald mehr Möglichkeiten verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen.

Louis Braille

Lesen und schreiben können sind zentrale Fähigkeiten in der zivilisierten Gesellschaft - wer beides nicht kann hat wenig Chancen. Die meisten Berufe können nicht ausgeübt werden und wer jemals an einem unbekannten Ort Passanten nach dem Weg gefragt hat weiß, dass auch ganz Alltägliches ohne Lesen nicht gut funktioniert. Sehbehinderten wurde mit der Punktschrift Teilhabe am gesellschaftenlichen Leben oft erst ermöglicht. 2009 ist ein Jubiläumsjahr unter dem Titel "200 Jahre Braille" und erinnert an den Erfinder der Blindenschrift der vor 200 Jahren geboren wurde. Er widmete sein Leben dem Ziel die Punktschrift allen Sehbehinderten zugänglich zu machen.

Barrierefrei zum Arzt

Arztpraxen in Nordrhein-Westfalen sollen barrierefreier werden. Dies ist das Ziel einer NRW-weiten Aktion die zeigt, dass nicht immer teure Umbauten notwendig sind. Oft lässt sich schon mit relativ wenig Aufwand viel erreichen, wie viele gute Beispiele zeigen. Die Landesbehindertenbeauftragte stellt einige Ideen und Denkanstöße zum Thema ins Internet, macht aber auch Hausbesuche, um vor Ort den Umbau voran zu bringen.

Pflegequalität

Mit der Pflegereform wurde auch beschlossen, dass anfänglich alle drei Jahre, ab 2011 jährlich, anerkannte Pflegeeinrichtungen vom Medizinischen Dienst geprüft werden ? grundsätzlich ohne Ankündigung. Damit ist eine alte Forderung von Patientenverbänden umgesetzt. Die Ergebnisse der Prüfungen sind verständlich, zeitnah und verbraucherfreundlich zu veröffentlichen. Damit soll Interessierten auch der Vergleich von Einrichtungen erleichtert werden.

Entfesselungen

Manche Menschen überschätzen ihre Fähigkeiten und unterschätzen die Gefahren von Stürzen, Messer, Gabel, Schere und Licht. Das die Ursache eine dementielle Erkrankung ist löst leider die Alltagsprobleme, die daraus entstehen, nicht. Manchmal finden die Pflegenden keinen anderen Weg, als die Beweglichkeit einzuschränken. Mit der Furcht vor Stürzen und Knochenbrüchen werden "freiheitsentziehende Maßnahmen" oft begründet. Ein Projekt der evangelischen Fachhochschule Freiburg hat sich gründlich damit beschäftigt, wie es möglich ist die Häufigkeit dieser drastischen Maßnahmen zu senken.

Nach der Reform ist vor der Reform

Was macht Pflegebedürftigkeit aus und wer hat folglich Anrecht auf Unterstützung durch die Pflegeversicherung? Die bestehenden Regelungen zu diesen Fragen werden seit dem Start der Pflegeversicherung kritisiert. Besonders soziale Belange und die Betreuung von Menschen die sich im Alltag nicht mehr zurecht finden können, kommen bisher zu kurz. Vor einigen Tagen wurde der Abschlussbericht der pflegewissenschaftlichen Arbeiten zu einem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff in Berlin vorgelegt.

Hilfreiches Alter

In der Öffentlichkeit wird Altenpflege so ähnlich wahrgenommen wie der "schwarze Kontinent": sensationell Negatives wird uns oft und gern serviert. Eine Ausschreibung von ProAlter bildet eine erfreuliche Ausnahme. Dass es dabei um ältere Menschen geht, die sich ehrenamtlich engagieren ist um so erfreulicher.

Gesunde Jahre im Alter

International steigt die Lebenserwartung der Menschen. Das ist erfreulich. Allerdings werden die Menschen im Alter häufiger krank was nicht nur den Krankenversicherern Kopfzerbrechen bereitet. Wer weiß wie Menschen lange ihre Gesundheit erhalten können? An der Universität Leicester wurde diese Frage mit der Statistik angegangen. Auch innerhalb der EU sind die Unterschiede groß.

Mehr Protest im Krankenhaus

Nach der Aufsehen erregenden Großdemonstration im September legt das Aktionsbündnis zur Rettung der Krankenhäuser nach. Alle Beschäftigten in Deutschlands Kliniken werden aufgerufen, sich am 18. November 2008 um 12 Uhr zu einer halbstündigen "Aktiven Mittagspause" zu versammeln. Gefordert wird echte und sofortige Hilfe zugunsten der Kliniken.

Behindertenbeauftrage ein Feigenblatt!

2004 übernahm Anita Knochner den Posten der Behindertenbeauftragten in Bayern. Nach vier Jahren ist sie so entnervt, dass sie die Brocken hinwirft. Ihre Arbeit und ihre Meinung seien nicht gefragt. Sie sei weder in Meinungsbildungsprozesse noch bei Entscheidungen sinnvoll einbezogen, auch die materielle Ausstattung des Amts sei unzureichend - "Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade."

Sterben begleiten

Britische Untersuchungen zeigen, dass zwei Drittel aller Menschen gern zu Hause sterben würden. Nur bei einem Viertel wird dieser Wunsch erfüllt. Die Organisation "Marie Curie Cancer Care" bietet für ganz Großbritannien ambulante Hilfen für Sterbende und Angehörige an. Auch regelmäßige Nachtwachen sind möglich.

Schlecht hören

Rollstuhl, Badelifter und Transportprobleme, Trinkmengen, Medikamentengabe und Transfers - bei den vielen Problemen, die zu lösen sind, wenn jemand pflegebedürftig wird, fällt Schwerhörigkeit oft kaum noch auf. Dabei ist die Verständigung mit den Pflegebedürftigen not-wendige Voraussetzung für Pflege. Das Kuratorium deutsche Altershilfe veröffentlicht zusammen mit dem Deutschen Schwerhörigenbund wichtige Hinweise für Pflegende.

Pflegende Angehörige

Die "Landesstelle Pflegende Angehörige" für das Bundesland NRW ist Ansprechstelle für pflegende Angehörige. Sie informiert und berät zu allen Fragen der häuslichen Pflege. Träger ist die Landesseniorenvertretung. Das stellt sicher, dass hier vor allem aus der Perspektive Betroffener gedacht wird. Auf den Internetseiten gibt es viele nützliche Informationen.

Altenpflege international

Die Lebenserwartung der Menschen steigt, nicht nur in Deutschland und in Europa, sondern weltweit. Ob in den USA, Indonesien oder Brasilien: Sowohl die Zahl als auch ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wächst. Die Gesellschaften müssen sich darauf einstellen. SeniorInnen brauchen Entfaltungsmöglichkeiten - auch um ihre materielle Situation zu verbessern. Mit der Zahl der Alten steigt auch die Zahl der pflegebedürftigen alten Menschen. Altenpflege ist ein Mega-Trend. Das Buch "Altenpflege international" von Holger Jendrich skizziert die Situation der Altenpflege in 28 Ländern in allen Kontinenten.

Pflegeversicherung und Ehrenamt

Eines der Ziele der Reform der Pflegeversicherung war es, ehrenamtliches Engagement zu fördern. Zur Unterstützung von Selbsthilfe Initiativen durch die Kranken- und die Pflegeversicherung hat der GKV-Spitzenverband einen Leitfaden veröffentlicht. Damit sollte es für die Pflegekassen möglich sein Förderanträge zu bewilligen.

Pflegestützpunkte - der Countdown läuft

Der Rechtsanspruch auf individuelle Pflegeberatung ist eine der wichtigen Neuerungen der Pflegereform 08. Die Pflegestützpunkte sollen dabei, nach dem Willen der SPD Ministerin Ulla Schmidt, die Schlüsselrolle spielen. Bis zum 31.10.08 müssen die Pflegekassen "gemeinsam und einheitlich" regeln wie sie für alle Versicherten individuelle Beratung ermöglichen wollen.

Demo in Berlin - Nachlese

135000 Menschen haben in Berlin für die Verbesserung der Ausstattung der Krankenhäuser demonstriert, weil sie die Sicherheit der Patienten gefährdet sehen. Eine Massendemonstrationen für das Gesundheitswesen.

Lichter aus im Krankenhaus ?

Seit 15 Jahren sind die Zahlungen der gesetzlichen Krankenversicherungen an die Krankenhäuser gedeckelt. Nicht der medizinische Fortschritt, die Krankheiten der PatientInnen, Sach- oder Personalkosten sind der Maßstab für Steigerungen, sondern die bundesweite durchschnittliche Lohnentwicklung. Die deutschen Krankenhäuser bekamen also selten ein Prozent mehr.

Schön

Angelina Jolie und Brad Pitt gelten weithin als schön. Angetan mit körperbetonter Mode zieren sie die Titelseiten vieler Blätter. Weniger jung, weniger glatthäutig, weniger normal gewachsene Menschen werden selten gezeigt. Oft schämen sie sich ihres Aussehens. Niko von Glasow hat hingesehen. Daraus entstand das Projekt: NoBody's Perfect.

Innenansichten

Schwellenangst hält manche davon ab ein Krankenhaus zu betreten; die gefühlten Schwellen an Eingängen von Altenheimen sollen deutlich höher sein. Im Bundesministerium für Gesundheit erlaubte eine Fotoausstellung Einblicke in den Alltag der stationären Pflege. Die Bilder sind auch im Internet zu finden.

(C) Pflegestufe.info